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pte20041021045 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
In-Vitro-Fertilisation verursacht keine Gesundheitsschäden
Lediglich bei der Geburt können Komplikationen auftreten

Washington D.C. (pte045/21.10.2004/15:30) - Die umfangreichste Studie des Genetics and Public Policy Centre http://www.dnapolicy.org/ an der Johns Hopkins Universität in Washington D.C. über den Zusammenhang zwischen In-Vitro-Fertilisation (IVF) und Gesundheit ist zu dem Schluss gekommen, dass sich diese Reproduktionstechnologie nicht auf den allgemeinen Gesundheitszustand eines Kindes auswirkt. Die Analyse fand jedoch negative Effekte bei der Geburt. Die Forscher hoben hervor, dass es auf diesem Gebiet kaum gute Studien gibt. Bis jetzt ist unerforscht geblieben, ob Gesundheitseffekte nach mehr als zehn Jahren auftreten.

Die aktuelle Studie beschäftigte sich zunächst mit 2.500 Forschungspapieren, nachdem sie ihren Fokus auf 169 hochqualitative Untersuchungen ausrichtete. Das Team fand den Beweis für Probleme von IVF-Kindern bei der Geburt. Diese Babys haben ein doppelt so hohes Risiko, zu früh zur Welt zu kommen und innerhalb von sieben Tagen nach der Geburt zu sterben. Außerdem sind sie mit 2,7 Mal höherer Wahrscheinlichkeit untergewichtig. Die Verbreitung von Zwillingen ist bei IVF-Kindern zehnmal höher, sie machen etwa 30 Prozent aller IVF-Geburten aus. Zwillinge tragen generell ein höheres Risiko für Entwicklungsstörungen, daher ist die Zwillingsbildung selbst als Risikofaktor für die IVF anzusehen. Grundsätzlich gibt es aber keine Auswirkungen der IVF auf die allgemeine Gesundheit, Entwicklung und psychosoziale Fähigkeiten, Krebserkrankungen in der Kindheit, größere Missbildungen oder Wachstumsanomalien.

"Es ist absolut befremdlich", sagte Leon Kass, Vorsitzender des US-Ausschusses für Bioethik http://www.bioethics.gov/ , "26 Jahre sind seit Louise Brown vergangen, und noch niemand hat eine vorausschauende Studie über diese Kinder angestellt." Kass gesteht aber ein, dass langfristige Probleme unwahrscheinlich seien, sonst wäre die IVF ja schon längst nicht mehr zugelassen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Marietta Gross
Tel.: +43/1/81140-304
E-Mail:
pressetext.austria
   
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