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Sa, 11.02.2012
pte20041021035 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Neuer Behandlungsansatz für Allergien
Inaktivierung von p110delta reduziert Symptome
London (pte035/21.10.2004/13:15) - Das Leiden von Millionen von Menschen mit Allergien wird in Zukunft dank neuen Forschungsergebnissen von britischen Wissenschaftlern erleichtert werden. Die Erkenntnisse des Ludwig Institute for Cancer Research (LICR) http://www.licr.org/ zeigen im Detail, wie die Inaktivierung eines Schlüsselmoleküls, p110delta, den Effekt von Allergien bei Mäusen reduziert. Allergien sind Reaktionen des Immunsystems auf Allergene wie Pollen, Staub, Insekten und Tiere. Diese resultieren in der Aktivierung von Immunzellen, so genannten Mastzellen, die entzündliche Krankheitserreger freisetzen. Das führt zu den bekannten Symptomen wie einer rinnenden Nase, juckenden Augen, Husten, Hautausschlägen und Keuchen. Bart Vanhaesebroeck und sein Team am LICR haben in Kooperation mit Forschern des Novartis Respiratory Disease Centre herausgefunden, dass die Inaktivierung von p110delta in den Mastzellen die allergischen Reaktionen bei Mäusen wesentlich reduziert. Mäusen, denen das Gen für p110delta fehlt, waren völlig symptomfrei. Bei normalen Mäusen, die mit einem Medikament behandelt wurden, das das p110delta blockiert, wurde die allergische Reaktion komplett gestoppt. Allergien haben in den vergangenen 20 Jahren dramatisch zugenommen, und damit die Notwendigkeit neuer Behandlungsmethoden. Experten schätzen, dass allein in Großbritannien eine von drei Personen zumindest einmal im Leben mit einer Form von Allergie konfrontiert ist. In Großbritannien leiden neun Mio. Menschen an Heuschnupfen, sechs Mio. an Hautausschlägen und fünf Mio. an Asthma. Unter extremen Umständen kann eine allergische Reaktion lebensbedrohliche oder gar tödliche Konsequenzen haben, beispielsweise bei Erdnuss- oder Medikamentenallergien. Studienleiter Khaled Ali erklärte, dass die herkömmlichen Therapien nicht spezifisch sind und auf die Symptome abzielen, nicht aber darauf, was in den Mastzellen selbst passiert. "Durch die Fokussierung auf p110delta hoffen wir die Mastzellenaktivierung direkt zu stoppen und dem Leiden so ein Ende zu setzen." Vanhaesebrock warnt davor, dass Menschen nicht mit Mäusen vergleichbar seien. Es sei noch ein langer Weg bis zur Entwicklung eines Medikaments für Menschen. Die Forscher von LICR glauben, dass p110delta auch eine Rolle bei bestimmten Tumorarten, wie Leukämie, spielt. Sie hoffen, dass die genauere Erforschung von p110delta auch für die Krebsbehandlung nützlich sein könnte. (Ende)
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