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pte20041012040 Umwelt/Energie, Politik/Recht
Japans Scheitern im Walfang
Trotz Stimmenkaufs bleiben Meeressäuger geschützt

Bangkok/Tokio (pte040/12.10.2004/15:54) - Japans Bestrebungen den Handel mit Walfleisch zu legalisieren, hat beim 13. CITES-Treffen http://www.cites.org in Bangkok keine Unterstützung erhalten. Eine Mehrheit von 67 gegen 55 Delegierte hatte dagegen gestimmt. Tokios Gesandter reagierte auf die Ablehnung heftig und nannte dies einen "kulturellen Imperialismus" des Westens berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk .

Es hätte so etwas wie eine Hintertüre zur Legalisierung des Walfanges werden sollen. Japan wollte die Jagd auf die Zwergwale mit allen Mitteln durchsetzen. Von illegalem Stimmenkauf war die Rede und von heftiger Kritik seitens seriöser Tier- und Umweltschutzorganisationen. Die kommerzielle Jagd auf Großwale bleibt davon jedenfalls verschont, denn diese ist seit 1986 ohnehin verboten. Die Schutzbestimmungen der Kleinwale, nach Angaben von Japan gibt es weltweit über eine Mio. Minkewale, wurden aber auch nicht gelockert. "Der Westen versucht uns einseitig seine Standards aufzuzwängen", meinte Japans Vertreter Masayuki Komatsu. Japan werde in seinem Bemühen um eine Lockerung des Jagdverbots nicht nachlassen.

Argumentiert wird das strenge Unterschutzstellen auch damit, dass sich die Populationen dieser Wale immer noch rasch ändern können. Eine völlige Legalisierung des Handels würde grünes Licht zur uneingeschränkten Jagd bedeuten, fürchten die Umweltorganisationen. Der WWF sieht die Argumente Japans als wissenschaftlich nicht belegt, zusätzlich dazu sei dies ein positives Signal, dass das Handelsverbot nicht aufgeweicht werde.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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