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Di, 07.02.2012
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pte20040930034 Medien/Kommunikation
Le Monde vor Restrukturierung
Renommierte Tageszeitung von Strukturkrise im Printsektor voll erfasst

Paris (pte034/30.09.2004/13:58) - Die renommierte französische Tageszeitung Le Monde steckt in einer Krise. Sinkende Umsätze bei Verkäufen und Anzeigen zwingen das Management zu massivem Stellenabbau in den nächsten Monaten, berichtet das Wall Street Journal http://www.wsj.com . Neben den Rückgängen bei den Werbeeinnahmen sind auch Internet und französische Gratiszeitungen Gründe für die Krise. Dazu kommen interne Probleme bei der redaktionellen Ausrichtung. Den ersten Höhenflug erlebte die Zeitung in den 60-Jahren und erreichte ihren Höhepunkt in der 80-Jahren. Innerhalb des Unternehmens zeigen sich die Verantwortlichen nach außen hin wenig beeindruckt von den Turbulenzen. Die Realität sieht jedoch anders aus.

Das aktuelle Management ist seit Mitte der 90-Jahren in der Führungsebene und versucht seither frischen Wind in die Zeitung zu bringen. Das Ergebnis: Die Umsätze stiegen seit damals und die Auflage erreichte im Jahr 2001 eine Stückzahl von bis zu 400.000. Die Reichweite wird auf 2,13 Mio. Leserinnen und Leser beziffert. Doch die zuletzt veröffentlichten Vertriebszahlen der drei führenden französischen Tageszeitungen - Le Monde, Le Figaro und Liberation - zeigen einen generellen Abwärtstrend. In den vergangenen zwei Jahren sanken die Auflagen um fünf Prozent.

In den vergangenen zwei Jahren musste Le Monde finanzielle Verluste in der Höhe von 45 Mio. Euro hinnehmen. Die geplanten Kosteneinsparungen sollen im nächsten Jahr zwischen 15 und 18 Mio. Dollar einbringen. Seitens der französischen Regierung ist jedoch bereits eine Finanzspritze von 280 Mio. Euro zugesagt, mit deren Hilfe die französische Zeitungslandschaft umstrukturiert werden soll.

Die Inhaberstruktur bei Le Monde wird dominiert durch 53 Prozent firmeninterner Shareholder seitens Angestellter und Mitarbeiter-Beteiligungen. Den Rest teilen sich der Lebensmittelkonzern Danone, die Bank BNP Paribas und die Finanz-Holding von Milliardär Francois Pinault. Diese Eigentümerstruktur wird als Garantie für unabhängige Berichterstattung gesehen - das in einem Land, wo 70 Prozent aller Zeitungen von zwei Investoren - Socpresse von Serge Dassault und Hachette Filipachi Medias - kontrolliert werden.

Die Herausgeber der Le Monde sind jetzt mehr bemüht, mit der Konkurrenz mitzuhalten und überlegen auch, eine Morgenzustellung zu etablieren. Denn die Verantwortlichen haben durchaus erkannt, dass sich der Medienkonsum der Leserinnen und Leser entscheidend verändert und der Wettbewerb sich vervielfacht hat.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Franz Ramerstorfer
Tel.: ++43/1/81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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