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Di, 22.05.2012
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pte20040816018 Medien/Kommunikation
Nachholbedarf als Motor der deutschen Onlinewerbung
Bis zu 20 Prozent Wachstum im dritten Quartal erwartet

Hamburg (pte018/16.08.2004/12:30) - Onlinewerbung gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Nach einem kurzen Einbruch zu Beginn des Jahres legt dieses Segment deutlich zu. Einer der kräftigsten Werber im Onlinebereich ist die Autoindustrie, berichtet die FAZ http://www.faz.net . Mittlerweile werde kein Auto mehr ohne begleitende Online-Kampagne in den Markt eingeführt. Für dieses Jahr wird ein Wachstum des gesamten Onlinewerbemarktes von zehn bis 15 Prozent erwartet, im dritten Quartal dann sogar bis zu 20 Prozent. Vor allem Werber aus dem Bereich der Markenartikel zeigen großes Interesse am Medium Internet, so die FAZ.

Die optimistische Stimmung in Deutschland basiert auf dem attestierten Nachholbedarf. In Ländern wie den Vereinigten Staaten und Großbritannien hat die Onlinewerbung schon eine weit größere Bedeutung als in Deutschland und liegt zwischen sechs und sieben Prozent. In Deutschland sind es nur zwei Prozent. Der amerikanische Markt zeigt auch das Potenzial dieses Werbesegments.

Nach Berechnungen des Investmenthauses Lazard erreicht die US-Onlinewerbung dieses Jahr ein Volumen von rund 8,3 Mrd. Dollar. Die Hälfte davon entfällt auf Banner und Sponsoring, ein knappes Drittel auf Suchmaschinen wie Google und Overture. Ein Fünftel sind Kleinanzeigen für Autos, Immobilien und Arbeitsstellen. Im Segment der bezahlten Suche wird in den kommenden Jahren ein Wachstum von 30 Prozent erwartet, so Nate Elliot von den Marktforschern Jupiter Research. Bei klassischer Werbung und Kleinanzeigen sollen es 25 Prozent sein. Für das Jahr 2009 prognostiziert Jupiter in den USA ein Marktvolumen von 16,1 Mrd. Dollar.

In Deutschland betrugen die Online-Werbespendings im vergangenen Jahr 265 Mio. Euro. 30 Prozent entfielen auf Suchmaschinen-Vermarkter wie Google, Overture und Espotting. Für dieses Jahr wird mit 350 bis 400 Mio. Euro gerechnet. Bei den Suchmaschinen werden 35 bis 40 Prozent der Anfragen mit Werbung belegt. Die Internetnutzer würden auf etwa 12 bis 17 Prozent der eingeblendeten Werbung klicken. Auch kleinere und mittlere Unternehmen haben das Internet als Werbeplattform entdeckt und würden diese nutzen, so die FAZ.

Die Anbieter klassischer Onlinewerbung hoffen auch auf das Anspringen der Werbekonjunktur. Bei AOL wird mit einem Anstieg des Anteils von Onlinewerbung auf drei bis fünf Prozent gerechnet. In Deutschland wird bis dato bei Onlinewerbung das Kontaktklassen-Prinzip weiterhin forciert, wo die gewünschten Zielgruppen mittels eruierter soziodemographischer Merkmale erreicht werden sollen. Auch Onlinewerbung soll bald ohne Streuverluste möglich sein. Einige Anbieter erproben zurzeit regionale Werbung, wo Werbeeinschaltungen von kleinen Unternehmen mittels Selbstbedienungsmechanismus geschaltet werden können.

In Österreich lag im ersten Halbjahr 2004 der Anteil der Online-Werbespedings an den Gesamtausgaben (1,05 Mrd. Euro) bei 1,1 Prozent (11,8 Mio. Euro). Damit überholte Onlinewerbung die Kinowerbung. Am stärksten vertreten waren die Branchen Telekommunikation, IT, Glücksspiel, Banken und Autoindustrie. Im ersten Halbjahr haben 399 Firmen bzw. 476 Marken online geworben. pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=040803035 .

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Franz Ramerstorfer
Tel.: ++43/1/81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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