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Di, 22.05.2012
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pte20040705022 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Al-Jazeera: Börsengang und Privatisierung
Nachrichtensender will expandieren und Strukturen ändern

London/Katar (pte022/05.07.2004/12:05) - Der staatliche arabische Nachrichtensender Al-Jazeera will ein privates Unternehmen werden und an die Börse gehen, berichten der Media Guardian http://media.guardian.co.uk und die Financial Times http://www.ftd.de . Auf der Suche nach Investoren prüft derzeit Ernst & Young das Unternehmen mit Sitz in Katar bezüglich seiner Börsenfähigkeit. Al-Jazeera plant für die Zukunft weitere Senderformate: Nach dem kürzlichen Launch eines Sportkanals sind für die nächsten drei Monate ein Dokumentations-Kanal und auch englischsprachiger Kanal geplant. Das Unternehmen will hierfür die Strukturen ändern und aus der Verlustzone herauskommen.

Al-Jazeera begann 1996 als arabischer News-Channel und expandierte seither laufend. Der Sender hat mittlerweile 40 Mio. Seher und betreibt weltweit 30 Büros. Die Bekanntheit des Senders stieg ernorm, als exklusives Material des Al-Kaida Führers Osama bin Laden veröffentlicht wurde und eine alternative Berichterstattung zum Irak-Krieg lieferte. Kritik kam in der Vergangenheit jedoch immer wieder von westlichen Politikern und Kommentatoren, die dem Sender Propaganda und einen populistischen Zugang zu politischen Themen vorwarfen.

Konkurrenz steht Al-Jazeera zusätzlich ins Haus, da die BBC plant, einen arabischsprachigen 24-Stunden-Sender zu starten. Dieses Projekt würde jährlich rund 41 Mio. Euro kosten mit Sitz in London und einem weltweiten Korrespondenten-Netzwerk. Die USA haben bereits ihren eigenen arabischen News-Channel im Mittleren Osten. Al-Hurra wurde im Februar dieses Jahres gegründet, um der anti-amerikanischen Grundstimmung in vielen arabischen Medien entgegenzutreten. Die Zustimmung zu diesem Projekt hält sich bis dato jedoch in Grenzen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Franz Ramerstorfer
Tel.: ++43/1/81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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