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pte20040624019 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle
Guerilla-Marketing als Dienst an der Öffentlichkeit
"Wash-Away-Graffiti" macht Gehsteige zu Werbeflächen

New York (pte019/24.06.2004/11:27) - Guerilla-Marketing hat den Dienst an der Öffentlichkeit als Werbemöglichkeit entdeckt. In New York versucht das Bekleidungsunternehmen Le Tigre http://www.letigreworld.com mit einer Guerilla-Kampagne ins Bewusstsein der Konsumenten zurückzukehren. Da New York mit Werbung zugeplastert ist, hat die Agentur Interference http://www.interferenceinc.com mit dem "Wash-Away-Graffiti" den Gehsteig als Werbefläche entdeckt, berichtet die New York Times (NYT) heute, Donnerstag. Die Promotion kann gleichzeitig auch als Dienst an der Öffentlichkeit gepriesen werden, weil es sich ja schließlich um eine Reinigungsaktion handelt.

Mit starken Industriereinigern wird über einer Schablone ein Markenlogo oder eine Werbebotschaft deutlich sichtbar in den Gehsteig "gereinigt". Damit sollen Menschen dort mit Werbung konfrontiert werden, wo sie am wenigsten damit rechnen. Urbanes Guerilla-Marketing ist quasi immer auf der Suche nach freien Werbeflächen. Durch das Ziel, möglichst respektlos zu sein, wird gelegentlich die Grenze zur Belästigung überschritten. So werben sechs Männer und sechs Frauen für den Fitnessclub "Booty Call", indem sie unbekannten Passanten unmotiviert ihre Unterwäsche offenbaren. Der aufs Wesentliche konzentrierte Konsument soll das Logo des Clubs auf der Unterwäsche erkennen.

New York hat vor zwei Jahren Erfahrungen mit einer Guerilla-Marketingaktion von Microsoft gemacht. Der Konzern verteilte in der ganzen Stadt Aufkleber auf Gehsteigen, Verkehrsschildern und dergleichen. Die Stadtverwaltung hatte wenig Freude damit. Öffentliches Eigentum sei keine Werbefläche, kritisierte die Stadt damals. Auch Le Tigre verteilt nun parallel zum "Wash-Away-Graffiti" 3.000 Tigre-Aufkleber in der Stadt. Allerdings sind die Kleber einfach wieder abzulösen. Gegen das sehr selektive Reinigen von Gehsteigen kann selbst die Stadtverwaltung nichts einwenden, meint Interference.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Erwin Schotzger
Tel.: 0043-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.austria
   
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