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So, 12.02.2012
pte20040622022 Medien/Kommunikation, Bildung/Karriere
"Daily Talk" dient Jugendlichen als Info-Quelle
Studie: Lebenshintergründe beeinflussen Medienverhalten
Berlin (pte022/22.06.2004/13:05) - Boulevardmagazine werden von 12 bis 17-jährigen deutschen Jugendlichen zwar am häufigsten gesehen, aber auch Nachrichtenmagazine sind sehr beliebt. Kids mögen Boulevardmagazine vor allem wegen ihrer Beiträge aus dem Bereich der sozialen Realität, die Nachrichtensendungen wegen der politisch relevanten Themen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Daniel Hajok, Erziehungswissenschaftler an der Freien Universität Berlin http://www.fu-berlin.de . Fernsehen dient den 12 bis 17-jährigen als wichtigste mediale Informationsquelle und Orientierungshilfe. Einige betrachten sogar Sport- und Musiksendungen als informativ. Auch wenn fast jeder dritte Jugendliche sowohl Nachrichtensendungen als auch Boulevardmagazine sieht, gibt es doch klare Präferenzen. Laut Hajok spielen persönliche Lebenshintergründe eine große Rolle bei der medialen Auswahl. So sind typische Tagesschaunutzer in der Regel in den alten Bundesländern aufgewachsen, politisch engagiert, älter und mit hohem Bildungsgrad. Typische Nutzer beliebter Boulevardmagazine wie "Explosiv" oder "taff" besitzen hingegen einen eher geringeren Bildungshintergrund und sehen viel fern. Von einem Drittel der Befragten werden "Daily Talks" regelmäßig als informative TV-Angebote genutzt. Aus ihnen ziehen Jugendliche das, was sie in ihrer gegenwärtigen Lebenssituation an Information und Orientierung gebrauchen können. "Daily Talks" sind laut Hajok vor allem bei den Mädchen Nummer eins, bei den männlichen Jugendlichen sind es die Boulevardmagazine. Ältere Beziehungspersonen haben ebenfalls Einfluss auf die TV-Auswahl. Jugendliche mit höherer Bildung im Elternhaus und mit älteren Geschwistern informieren sich eher via Nachrichtensendungen. Auch Freunde und Klassenkameraden beeinflussen die Mediennutzung. Offensichtlich bieten Infotainmentangebote Informationen, die als Grundlage für Gespräche im Freundeskreis dienen. Für die Studie wurden 210 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren in Leipzig, Hamburg, Kempten und Umgebung befragt. (Ende)
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