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Sa, 11.02.2012
pte20040603044 Medizin/Wellness, Politik/Recht
Kampagne gegen Schokolade in Zigaretten
Britische Regierung sollen Zusätze in Tabak verbieten
London (pte044/03.06.2004/16:05) - Zusätze in Zigarettentabak müssen staatlich verhindert werden, fordern britische Gesundheitsgruppen. In einem soeben präsentierten Bericht haben Wissenschaftler der British American Tobacco BAT http://www.bat.com bis zu 482 verschiedene Zusatzstoffe in Zigaretten untersucht. Darunter waren etwa Schokolade, Kakao, Wein, Sherry, Ahorn-Sirup und Vanille. Einige dieser Zusatzstoffe werden aber schon heute verwendet. Die Tests, die in einem unabhängigen Labor in Kanada durchgeführt wurden, sollen so BAT den Geschmack der Zigaretten einfach erweitern. Die Kampagne "Action on Smoking and Health" ASH http://www.ash.org.uk sieht in den Zusätzen ein Risiko, dass auch Kinder und Jugendliche vermehrt zum Glimmstängel greifen könnten. "BAT wie auch jeder andere Zigarettenhersteller verwendet verschiedene Substanzen um den Geschmack der Zigaretten zu verstärken", so eine Sprecherin des Tabakherstellers. "BAT ist damit nicht alleine und wir machen auch kein Geheimnis daraus", erklärt die Sprecherin, die zurückwies, dass solche Beimengungen Kinder zu Rauchern machen können. Im Zuge der Kampagne wurde allerdings das Unternehmen BAT heftig kritisiert. Darüber hinaus forderte ASH die zuständigen Minister auf, solche Zusätze in Zigarettentabak zu verbieten. Im Vordergrund der Kritik der Antiraucherkampagne stehen aber weiterhin die Additive, die auch Kinder und Jugendliche zum Zigarettenkonsum animieren. "Wir wissen, dass viele dieser Zusätze den Geschmack von jungen Menschen treffen, daher wehren wir uns dagegen", argumentiert eine Sprecherin von ASH. Schützenhilfe erhält ASH übrigens von prominenter Seite: Die British Medical Association http://www.bma.org.uk , die bereits seit mehreren Monaten scharf gegen Zigaretten und Tabak wettert, sieht die Gefahr bestätigt. "Es ist wirklich ekelhaft mit welchen Mitteln die Tabakindustrie versucht, Jungendliche und Kinder zum Rauchen zu bringen", schreibt ein Vertreter der BMA. Die Tabakhersteller argumentieren aber damit, dass solche Additive sicher nicht als "Zigaretten mit Schokogeschmack" vermarktet werden. (Ende)
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