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pte20040603033 Medizin/Wellness
Optimierung der Bewältigung chronischer Krankheiten
Forschungsverbund soll Kosten senken und Versorgung verbessern
Bielefeld (pte033/03.06.2004/14:33) - Um die gewaltigen Kosten der chronischen Krankheiten zu miminieren, wurde der pflegewissenschaftliche Forschungsverbund ins Leben gerufen. Etwa 20 Prozent der Versicherten ist chronisch krank, sie verursachen dem Sachverständigenrat zufolge 80 Prozent der Kosten im Gesundheitswesen. Nach Ansicht der Experten liegen die kostentreibenden Faktoren vor allem in der unzureichende Bedarfs- und Bedürfnisgerechtigkeit der Versorgung berichtet die Universität Bielefeld http://www.uni-bielefeld.de . Patienten- und Nutzerorientierung ist oberste Leitmaxime des Verbunds, dessen Ziel ist es ist, wissenschaftliche Grundlagen für die Entwicklung neuer, patienten- und nutzerorientierter Pflegekonzepte zur Versorgung chronisch Kranker zu schaffen. Zu den Defiziten zählen nämlich auch die Fixierung auf somatische Probleme der Erkrankten und die mangelnde Berücksichtigung ihrer lebensweltlichen, sozialen und psychischen Situation. "Mit der Konzentration auf die Pflege wird eine wichtige Herausforderung aufgegriffen", so Doris Schaeffer von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, die gemeinsam mit Andreas Kruse vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg Sprecher des Verbundes ist. Der Pflege komme eine Schlüsselrolle bei der Versorgung chronisch Kranker zu, doch werde sie in ihrer Bedeutung und ihren Potenzialen noch viel zu wenig beachtet. Zugleich nimmt die Zahl dieser Patientengruppe enorm zu, was eine ganze Reihe neuer Herausforderungen bedeutet. Dem neuen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsverbund gehören die fünf Universitäten Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Heidelberg und Witten/Herdeck an. Von der Etablierung der Forschungsverbünde dürften nach Ansicht der beiden Sprecher auch wichtige Impulse für die Entwicklung der Pflegewissenschaft ausgehen. (Ende)
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