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pte20040504011 Medizin/Wellness
Biofeedback gegen Schmerzen
Sichtbarmachen des betroffenen Gehirnbereiches entscheidend

Chicago (pte011/04.05.2004/09:10) - Menschen können lernen, Schmerz zu unterdrücken, wenn man ihnen die Aktivität eines Schmerzkontrollbereiches ihres Gehirns zeigt. Dieses neue Biofeedbackverfahren wurde von Peter Rosenfeld von der Northwestern University http://www.northwestern.edu entwickelt. Es wird erwartet, dass das neue Verfahren auch zur Behandlung weiterer Krankheitsbilder eingesetzt werden kann. Herkömmliche Biofeedback-Verfahren beruhen auf den Elektroenzephalogramm-Aufzeichnungen von Hirnströmen. Elektroden werden auf der Kopfhaut angebracht und mit Erfolg zum Beispiel zur Behandlung von Epilepsie oder Konzentrationsstörungen wie ADHD eingesetzt.

Bisher wurden derartige Verfahren laut Rosenfeld nicht zur Schmerzkontrolle eingesetzt. Jetzt haben Fumiko Maeda und Christopher deCharms von der Stanford University http://www.stanford.edu Versuchspersonen Echtzeitfeedback eines funktionellen Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRI)-Scanners gezeigt. Diese Form der Darstellung macht sichtbar, wie viel Aktivität in bestimmten Gehirnbereichen besteht. Den acht Freiwilligen wurde die Aktivität des Rostral Anterior Cingulate Cortex entweder als Flamme mit variierender Größe oder als einfaches Balkendiagramm gezeigt. Diese Gehirnregion ist dafür bekannt, dass sie sowohl die Intensität als auch die emotionalen Auswirkungen von Schmerz abstimmt.

Während der Scans wurden die Handflächen der Teilnehmer einer schmerzhaften Temperatur ausgesetzt. Sie wurden ersucht, das Signal des Gehirnscanner ansteigen oder absinken zu lassen und ihrer Schmerzempfindungen zu beurteilen. Es waren laut NewScientist http://www.newscientist.com nur drei 13 Minuten dauernde Sitzungen mit dem Scanner notwendig, damit die Freiwilligen lernten, das Ausmaß ihrer Gehirnaktivität zu variieren. Sie erlangten so eine gewisse Kontrolle über ihre Schmerzgefühle. Die Teilnehmer selbst konnten nicht erklären, wie sie diese Kontrolle erlangten. Die Wirkung scheint über die Sitzungen mit dem Scanner hinauszugehen. Derzeit können die Wissenschaftler allerdings nicht angeben wie lange und in welcher Intensität.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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