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pte20040503022 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Traurige Bilanz zum Welttag der Pressefreiheit
42 Journalisten getötet, 766 inhaftiert

Wien (pte022/03.05.2004/13:00) - 42 Journalisten wurden im vergangenen Jahr getötet, 766 zu Haftstrafen verurteilt, mindestens 1.460 körperlich attackiert oder verfolgt. Das ist die traurige Bilanz des vergangenen Jahres. Auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres verloren bereits 11 Journalisten ihr Leben, mehr als 130 befinden sich derzeit in Haft. Ungezählt sind die Opfer der "Zensur durch Mord", jene Journalisten, die durch das warnende Beispiel ihrer zum Schweigen gebrachten Kollegen ebenfalls mundtot gemacht wurden und werden. Diese Daten stammen aus dem Jahresbericht der Reporter ohne Grenzen http://www.rsf.org und http://www.rog.at , der anlässlich des internationalen Tages der Pressefreiheit heute, Montag, im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Der Internationale Tag der Pressefreiheit dient der jährlichen Manifestierung des in Artikel 19 der UN-Menschenrechtsdeklaration festgehaltenen Rechtes auf Information und Meinungsfreiheit. Pressefreiheit, Information und Meinungsvielfalt sind ein grundsätzliches Menschenrecht. Auch 2004 soll der Welttag der Pressefreiheit an die Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten in vielen Staaten erinnern. Der diesjährige Welttag ist dem Thema "Medien in Konflikt- und Post-Konflikt-Regionen und Ländern" gewidmet. Der UNESCO-Preis für Pressefreiheit geht heuer an den inhaftierten kubanischen Journalisten Raùl Rivero, der sich Zeit seines Lebens für unabhängige und kritische Berichterstattung eingesetzt hat.

Auch Reporter ohne Grenzen Österreich vergibt dieses Jahr den internationalen Preis "Press Freedom Award - Signal für Europa" für außerordentliche Leistungen im Bereich unabhängiger und mutiger Journalismus. 2004 ist er in Weissrussland, der Ukraine und Moldawien ausgeschrieben, Arbeiten können bis 15. September 2004 eingereicht werden. Ermöglicht wird der Preis in der Gesamthöhe von 15.000 Euro von der OMV-AG. Reporter ohne Grenzen setzt sich für die Medienfreiheit und Freiheit der Reporter auf globaler Ebene ein und unterstützt bei Inhaftierung und Ermordung deren Familien.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Marietta Gross
Tel.: +43/1/81140
E-Mail:
pressetext.austria
   
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