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Mo, 13.02.2012
pte20040416041 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Springer hat Interesse am Daily Telegraph
Vorstandsvorsitzender Döpfner zu Verhandlungen in London
London/Hamburg (pte041/16.04.2004/16:20) - Der Axel Springer Verlag hat erneut Interesse an der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph" bekundet. Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Verlags, war gestern, Donnerstag, in London, um vor Topmanagern des "Daily Telegraph" seine Vision für die Zukunft des britischen Printhauses zu präsentieren. Außerdem erhielten er und mitgereiste Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder erstmalig Einblick in die Finanzen der profitablen Zeitung. Das berichtete das Handelsblatt http://www.handelsblatt.com unter Berufung auf firmennahe Kreise. Offiziell gab der Springer Verlag dazu keine Stellungnahme ab. Das Gebot der Deutschen liegt zwischen 600 und 700 Mio. Pfund (rund eine Mrd. Euro). Branchenintern wird ein Preis von bis zu einer Mrd. Pfund für die gesamte zum Verkauf stehende US-Firma Hollinger International kolportiert, zu der neben dem Telegraph auch die "Jerusalem Post", die "Chicago-Sun-Times" und das Politmagazin "Spectator" gehören. Der Deal wird von der Investmentbank Lazard durchgeführt. Springer ist jedoch nur am Telegraph und der Sonntagsausgabe "Sunday Telegraph" interessiert. Anleger hatten sich gesorgt, der Konzern könne sich durch den Kauf finanziell übernehmen. Insider geben aber an, der Kurs sei finanziell gut abgesichert durch den neuen amerikanischen Großaktionär Hellman&Friedman (19,2% an Springer). Außerdem verfüge der Konzern über liquide Kapitalmittel von 299 Mio. Euro. Für den Springer Verlag würde der Kauf den Einstieg in einen lukrativen Zeitungsmarkt bedeuten, an dem der Telegraph einen Anteil von sieben Prozent hat. Das Interesse aus Berlin verstärkt sich durch die Tatsache, dass der Telegraph gegen den Euro und für die Bush-Politik kämpft, was der konservativen Ausrichtung des Springer Verlags entgegen kommt. Trotzdem hätte dieses Geschäft eine pikante politsche Note: Ein deutscher Konzern würde die Zeitung übernehmen, die besonders für antideutsche Töne in England steht. (Ende)
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