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Mo, 21.05.2012
pte20040405008 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Reuters setzt auf Abo-Modell
Wirtschafts- und Finanznachrichten im Internet künftig nur für Kunden
London (pte008/05.04.2004/10:48) - Die britische Nachrichtenagentur Reuters http://www.reuters.com will Wirtschafts- und Finanznachrichten im Internet künftig nicht mehr an Dritte ausliefern. Die begehrten Business- und Finanz-Schlagzeilen sollen schrittweise nur noch den eigenen Abonnenten zur Verfügung gestellt werden, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Montag. Der Schwenk vom Lizenzmodell zum Abo-Modell soll der traditionsreichen Agentur neue Einnahmen bringen, nachdem die Online-Evolution des Nachrichtengeschäfts dem Unternehmen finanziell turbulente Zeiten beschert hat. Die neue Geschäftsstrategie gilt ab Juni. Zunächst sollen nur noch die aktuellen Top-Schlagzeilen auf dritten Websites wie z.B. Yahoo erscheinen. Um die Meldungen im Detail zu lesen, wird man zur Reuters-Website weitergeleitet. Die neue Strategie soll die "Marke Reuters im Konsumentenbereich stärken", erläutert Reuters-Media-Chef Christopher Ahearn. Im zweiten Schritt sollen Wirtschafts- und Finanznachrichten nur noch für Reuters-Abonnenten zugänglich sein. Davon erhofft sich die Agentur auch ein Plus an Traffic und damit Werbung auf Reuters.com. Allgemeine Nachrichten sind vom neuen Modell nicht betroffen, sie werden weiterhin auf dritten Websites erscheinen. Reuters ist nach einem strengen Sparprogramm im Geschäftsjahr 2003 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040217021 ). Der Jahresumsatz schrumpfte im Vergleich zum Jahr 2002 zwar um 10,2 Prozent auf 3,2 Mrd. Pfund (4,73 Mrd. Euro), der unbereinigte Vorsteuergewinn betrug aber 49 Mio. Pfund (72,5 Mio. Euro) und lag damit deutlich über dem Rekordverlust des Vorjahres von 493 Mio. Pfund (729 Mio. Euro). (Ende)
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