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pte20040227010 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Grundlagen für neue Medizin gegen Angina pectoris
Forscher decken Toleranzmechanismus von Nitroglyzerin auf

Hamburg (pte010/27.02.2004/11:07) - Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) http://www.uke.uni-hamburg.de sind der Entwicklung neuer Medikamente gegen Angina Pectoris einen großen Schritt näher gekommen. Sie sind nämlich den Mechanismen von Nitroglyzerin, das gegen die akuten Herzbeschwerden und den damit auftretenden Brustschmerzen eingesetzt wird, auf die Sput gekommen. Die Forscher berichten über die Forschungsergebnisse im Fachmagazin Journal of Clinical Investigation.

Eines der wichtigsten Medikamente in der Behandlung der akuten Herzattacken ist das Nitroglyzerin. Dieses Medikament erweitert die Herzkranzgefäße, die Venen und die großen Arterien und führt über diese Mechanismen zu einer verbesserten Herzdurchblutung und zu einer sofortigen Unterbrechung der Herzattacke. Trotz der positiven Wirkungen ist die chronische Therapie durch eine rasche Abschwächung der Wirkung limitiert. Daher müssen die Patienten nach einer 12-stündigen Behandlung mit Nitroglyzerin auf das Medikament verzichten. Bisher ist es Wissenschaftlern nicht gelungen, die Mechanismen dieser Toleranz zu entschlüsseln.

Dem Wissenschaftsteam um Thomas Münzel von der Klinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ist es gelungen, dem Mechanismus auf die Spur zu kommen. Gemeinsam mit Forscherkollegen der Duke University und der Boston University konnten die Experten nachweisen, dass die Mitochondrien in den Zellen in der Lage sind, das Nitroglyzerin zu verstoffwechseln und damit das gefäßerweiternde Prinzip freizusetzen.Während des Stoffwechselschrittes werden jedoch angriffslustige Sauerstoffmoleküle, so genannte freie Radikale, freigesetzt. Diese besitzen die Fähigkeit, die Nitroglyzerin-Bioaktivierung drastisch herabzusetzen und lösen damit die Toleranzentwicklung aus. Die Erkenntnis über die Ursachen der Toleranz bietet somit die Grundlage zur Entwicklung neuer Medikamente.

In den westlichen Industrienationen ist die koronare Herzerkrankung, die auf chronischen Ablagerungen von im Blutstrom zirkulierenden Fettbestandteilen, Salzen und kleinen Blutgerinnseln an den Gefäßwänden der Herzkranzgefäße beruht, die häufigste Herzerkrankung. Die Ablagerungen führen zu zunehmenden Verengungen und daraus resultierend zu einer beeinträchtigten Blutzirkulation. Diese Ablagerungsprozesse, auch Arteriosklerose genannt, können auch in den Blutgefäßen anderer Organe wie etwa Nieren, Hirn oder auch in den unteren Extremitäten auftreten.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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