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Mo, 13.02.2012
pte20040224016 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
Al-Jazeera berät arabische Unternehmen in Sachen PR
Neuer englischer Kanal geht im Mai auf Sendung
Doha (pte016/24.02.2004/11:15) - Der arabische Sender al-Jazeera http://english.aljazeera.net will ab Mai sein Angebot um einen neuen englischen Kanal erweitern. Dies ist, wie der Media Guardian http://media.guardian.co.uk heute, Dienstag, berichtete, Teil eines ambitionierten Expansionsplans, der auch Sport- und Kinderkanäle sowie ein Medientrainingszentrum mit einschließt. Das al-Jazeera Media Training and Development Centre soll noch in dieser Woche in Doha eröffnet werden und arabische Unternehmen in Sachen PR beraten. Von diesen Schritten erwartet sich der Sender, der täglich von weltweit rund 35 Mio. Menschen gesehen wird, positive Auswirkungen auf seinen Geschäftsbericht. Seit seiner Gründung 1996 leistet sich al-Jazeera den Luxus roter Zahlen. Die ersten fünf Jahre lang war das kein Problem, stand doch der Emir von Katar als Geldgeber zur Verfügung. Seit 2001 steht al-Jazeera jedoch auf eigenen Beinen. Nun hofft der Sender von seiner Bekanntheit, die er sich nach dem 11. September und während des Irakkriegs aufgebaut hat, auch finanziell zu profitieren. Leicht wird das aber nicht, denn al-Jazeera hat sich durch seine Arbeit nicht viele Freunde gemacht. So wurde der Sender etwa während des Irakkriegs von den USA stark kritisiert, die Interviews mit Israels Premier Ariel Sharon und US-Außenminister Colin Powell sind in manchen arabischen Ländern auf wenig Gegenliebe gestoßen. Diese geringe Popularität von Seiten der Regierungen wertet der Sender zwar als Zeichen, seine Sache gut zu machen, gesteht aber ein, dass die Geschäfte dadurch nicht gerade gefördert werden. "Die Agenturen boykottieren uns", erklärte al-Jazeera-Managing Director Wadah Khanfar kürzlich gegenüber der New York Times http://www.nytimes.com . "Viele Unternehmen kaufen bei uns keine Werbezeiten, weil sie ihre Wurzeln in Ländern wie etwa Saudi Arabien haben, die mit unserer Arbeit nicht glücklich sind." (Ende)
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