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pte20040210038 Computer/Telekommunikation, Bildung/Karriere
Deutschland bei Computerausbildung Nachzügler
Studie: Nachholbedarf bei Breitband - ITK-Potenzial wird nicht ausgeschöpft

München (pte038/10.02.2004/15:04) - Eher kritisch beurteilt der deutsche Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien BITKOM http://www.bitkom.org die Lage der Informationsgesellschaft in Deutschland. So schöpfe Deutschland in wesentlichen Einsatzbereichen der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) sein Potenzial nicht aus, heißt es in dem heute, Dienstag, veröffentlichten Statusbericht "Daten zur Informationsgesellschaft". Demnach habe dass Land bei der Ausbildung von Schülern am Computer "das Klassenziel klar verfehlt". Nachholbedarf gebe es auch bei Breitband und der Zahl der öffentlichen WLAN-Zugänge.

"Zwar konnten in wichtigen Feldern wie der Internet-Nutzung, den Breitbandanschlüssen oder der Mobilkommunikation starke Zuwächse erzielt werden. Andere Länder aber waren schneller. So ist Deutschland im internationalen Vergleich zurückgefallen", sagte BITKOM-Präsident Willi Berchtold bei der Vorstellung der Studie. Im elektronischen Handel sei Deutschland Spitze. Kritik übte Berchtold vor allem an der Ausbildung von Schülern am Computer. So müssten sich im Schnitt 14 Schüler an einem PC abwechseln, was Deutschland auf den vorletzten Platz in Europa verweist. 25 deutsche Schüler müssen sich einen Internet-Anschluss teilen, während in dänischen Schulen für jeweils vier Schüler ein Internet-Anschluss zur Verfügung steht. "Damit sind Schulen praktisch eine Computer-freie Zone. Einen solchen Mangel kann sich eine Wissenschaftsgesellschaft nicht erlauben, ohne die eigene Zukunft zu gefährden", kritisierte Berchtold.

Zwiespältig beurteilt der Branchenverband auch die Internet-Nutzung. So ist in Deutschland im vergangenen Jahr die Zahl der User auf 40 Millionen angestiegen, bis 2006 sollen weitere zehn Millionen hinzukommen. Die Zahl der Breitbandzugänge soll sich in diesem Zeitraum von heute 4,4 Millionen auf etwa acht Millionen fast verdoppeln. Dabei dominiert die DSL-Technik, Internet-Zugänge über Kabel oder andere Verfahren bleiben eine Randerscheinung. Noch in den Kinderschuhen stecke dagegen die Verbreitung der öffentlichen WLAN-Zugänge in Hotels, an Bahnhöfen und Flughäfen, kritisiert der BITKOM.

Ein positives Resümee zieht der Branchenverband dagegen über die Situation im Mobilfunk. Fast 78 Prozent der Deutschen haben bereits ein Handy. Die Zahl der mobilen Anschlüsse sei inzwischen höher als die der Festnetzanschlüsse. Aber auch hier gebe es Wachstumspotenzial, heißt es in dem Bericht: So telefonieren in den skandinavischen Ländern bis zu 95 Prozent der Menschen mit einem Handy.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Georg Panovsky
Tel.: +43-1-81140-319
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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