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pte20040105003 Umwelt/Energie
DUH: Dosenpfand bringt Investitionsschub
Reduktion der Landschaftsvermüllung um 90 Prozent
Berlin (pte003/05.01.2004/08:30) - Ein Jahr nach Einführung des Dosenpfandes hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) eine positive Bilanz gezogen: "Allen Kassandra-Rufen der Einweglobby zum Trotz: Das Dosenpfand hat sich als Instrument des Mehrwegschutzes bewährt und einen Innovationsschub bei Mehrweg-Getränkeverpackungen ausgelöst", so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. http://www.duh.de/neu/index.php Nach sechs Jahren ununterbrochenem Rückgang der Mehrwegquote mit einem Niedrigststand von 50,2 Prozent im Dezember 2002 hat das Pflichtpfand auf Bier, Mineralwasser und Limonaden im Jahr 2003 die Mehrwegquote wieder auf 61 Prozent angehoben. Für 2004 rechnet die DUH mit einem weiteren Anstieg auf bis zu 65 Prozent,verursacht vor allem durch die absehbare Bepfandung von Säften in der zweiten Jahreshälfte. "Das Dosenpfand hat im vergangenen Jahr auch einen Innovationsschub bei den 16.000 mehrwegorientierten Betrieben der Getränkewirtschaft mit ihren ca. 200.000 Arbeitsplätzen ausgelöst: Dieser wird sich 2004 fortsetzen", so Resch. Mit der Einführung der 0,5 und 0,33 Liter Mehrweg-PET Flasche haben Getränkeabfüller wie Coca Cola eine alte Forderung von Umwelt- und Verbraucherverbänden erfüllt, eine Mehrweg-Alternative zur Getränkedose zu entwickeln. Nach Marktbeobachtungen der DUH werden seit Anfang Oktober besonders in Kiosken und Tankstellen verstärkt Getränke in Mehrweg-Flaschen verkauft. Die hierzu parallel angebotenen Getränkedosen sind heute meist teurer und werden vom Verbraucher immer seltener nachgefragt. Auch die Umwelt profitiert laut Angaben des DUH: So trägt das Dosenpfand im Jahr 2003 zu einer Verringerung der Klimagasemissionen in Höhe von 450.000 Tonnen CO2-Equivalent bei. Deutliche Rückgänge sind auch bei der Landschaftsvermüllung zu sehen: Leere Getränkeverpackungen sind weitestgehend aus der Landschaft verschwunden. Gegenüber dem Vorjahr rechnet die DUH aufgrund entsprechender Rückmeldungen aus Kommunen und Straßenmeistereien mit einem Rückgang der weggeworfenen Einweg-Getränkeverpackungen um über 90 Prozent. (Ende)
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