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pts20031210008 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation
FEEI-Müllner: Preisexplosion durch neue pauschale Urheberrechtsabgaben droht
FEEI fordert "Runden Tisch" für Rechtssicherheit im digitalen Bereich
Wien (pts008/10.12.2003/10:24) - "Für die Abgeltung der Privatkopie in der digitalen Welt brauchen wir in Österreich ein modernes, faires und transparentes Urheberrechtsmanagement. Drohende pauschale Urheberrechtsabgaben auf PCs, Drucker, digitale Speichermedien, Geräte der Unterhaltungselektronik und andere IT-Geräte sind unzeitgemäß, ungerecht und undurchsichtig und hätten weit reichende negative Auswirkungen auf Konsumenten, Urheber, Wirtschaft und die Entwicklung der Informationstechnologie in Österreich", erklärte heute Dr. Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), im Rahmen eines Pressegesprächs. Als "vollkommen undurchsichtig" kritisierte Müllner dabei die Tarifgestaltung der Verwertungsgesellschaften. Diese können nach derzeitiger Rechtslage einseitig und ohne Offenlegung objektiv nachvollziehbarer Kriterien Tarife in der Wiener Zeitung veröffentlichen. Für die Industrie stellt diese Vorgangsweise ein unkalkulierbares Risiko dar, das in letzter Konsequenz den Wirtschaftsstandort Österreich massiv bedroht. Heimische Anbieter von digitalen Geräten würden im Fall der Ausdehnung pauschaler Urheberrechtsabgaben so gegenüber Mitbewerbern aus anderen EU-Ländern, in denen solche Abgaben nicht bestehen, krass benachteiligt. Konsumenten müssten mit einer Preisexplosion rechnen. Als Beispiel nannte Müllner Multifunktionsgeräte (Geräte mit Drucker-, Fax-, Scannerfunktion etc.), die sich im Handel zwischen 27% und 72% verteuern könnten, wenn man von einem Verkaufspreis von Eur 150.- bis Eur 400.- (inkl. USt) und einer Abgabenforderung der Verwertungsgesellschaften von Eur 107.- (inkl. USt) pro Gerät ausgeht. Gemessen an den rund 72.000 Multifunktionsgeräten, die 2002 in Österreich verkauft wurden, bedeutet das nur in diesem Produktbereich für die Konsumenten eine Mehrbelastung von ca. Eur 7,7 Mio. (inkl. USt). Weitere pauschale Abgaben auf PCs, Drucker, digitale (wechselbare) Speichermedien und Geräte der Unterhaltungselektronik (MP3-Player) würden darüber hinaus eine zusätzliche Belastung von geschätzten Eur 22,7 Mio. verursachen. Pauschale Urheberrechtsabgaben unzeitgemäß Pauschale Abgaben seien lediglich im analogen Umfeld und nicht für digitale Geräte sinnvoll, da hier keine Alternative für eine effiziente Kontrolle bzw. angemessene Vergütung vorhanden ist. Darüber hinaus seien sie auch ungerecht, weil sie parallel zu individuellen Wegen der Vergütung Doppelabgaben verursachen. Pauschale Abgaben auf jedes digitale Gerät würden im Rahmen einer Gerätekette (z.B. Scanner, PC, Drucker) beim Kopiervorgang ein und desselben Werkes eine unzulässige Mehrfachvergütung bedeuten. Ein zusätzliches Argument für die Ungerechtigkeit pauschaler Abgaben - im Besonderen auf digitale Speichermedien - ist für Müllner der Umstand, dass diese auch ausschließlich für die Verarbeitung eigener "Werke" (z.B. selbst aufgenommener Fotos und Videos) verwendet werden können. FEEI fordert "Runden Tisch" Der FEEI (Ende)
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