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Sa, 11.02.2012
pte20031208011 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness
Studie: Nanotechnologie in der Medizin
TA-SWISS warnt vor gefährlichen Auswirkungen der Nanotoxizitiät
Bern (pte011/08.12.2003/13:37) - Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS http://www.ta-swiss.ch/ hat die Studie "Nanotechnologie in der Medizin" vorgestellt. Untersucht wurden künftige medizinische Anwendungen der Nanotechnologie und ihre Auswirkungen. Der Zeithorizont der Untersuchung reicht bis 2020. Die Ergebnisse beruhen auf einer internationalen, schriftlichen Expertenbefragung von über 70 Personen aus unterschiedlichen Disziplinen. Die befragten Fachleute erwarten bis 2010 vor allem im Bereich der Diagnose von Krankheiten markante Fortschritte: Diagnosen werden schneller, können schon im Frühstadium einer Krankheit gestellt werden und liefern spezifischere und genauere Resultate als die bisherigen Methoden. Dank den Ergebnissen der Nanowissenschaften sollten nach Einschätzung der Experten auch Therapien zu einzelnen Krankheiten bis 2020 markant verbessert werden können. In erster Linie erhoffen sich die Expertinnen Fortschritte in der Früherkennung und Behandlung von Krebs, Herzkreislauf Erkrankungen und viralen Infektionen. Auch wenn die Möglichkeiten heute tendenziell eher über- und die Schwierigkeiten unterschätzt werden, so ist die Meinung innerhalb der Fachkreise einhellig: Die Nanowissenschaften werden die klassische Medizin stark verändern. Allerdings gehören die vielzitierten Nanoroboter wohl noch sehr lange ins Reich der Science Fiction. Die Hälfte der befragten Fachleute beurteilt die Wahrscheinlichkeit der Toxizität von direkt angewendeten Nanopartikeln in der Medizin als nicht vernachlässigbar. So scheint es etwa möglich, dass die bis jetzt nicht überwindbare Blut-Hirnschranke durch Nanopartikel umgangen werden könnte. "Neben allen positiven Möglichkeiten, dürfen die gefährlichen Auswirkungen der Nanotoxizitiät und der Nanopartikel für Mensch und Umwelt nicht verharmlost werden", betont Sergio Bellucci, Geschäftsführer von TA-SWISS. Die Autoren der TA-SWISS Studie empfehlen daher die Einrichtung eines interdisziplinären, unabhängigen Fachgremiums zur laufenden Beurteilung und zur frühzeitigen Abschätzung möglicher Folgen der Nanotechnologie. (Ende)
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