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pte20031127006 Medizin/Wellness
Gentherapie-Medikament von chinesischen Behörden genehmigt
Gendicine kommt im Januar auf den Markt

Shenzhen (pte006/27.11.2003/09:15) - Erstmals wurde einem auf Gentherapie basierenden Behandlungsverfahren von offiziellen Stellen die Genehmigung zum Einsatz erteilt. Laut Newscientist http://www.newscientist.com hat die chinesische Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln (SFDA) http://www.sfda.gov.cn/webportal/portal.po Gendicine nach viel versprechenden Ergebnissen in klinischen Tests zur Behandlung von Krebserkrankungen zugelassen. Die Ergebnisse der Studie sollen im nächsten Monat in einer nationalen chinesischen Fachzeitschrift veröffentlicht werden. Eine Übersetzung ins Englische ist angekündigt. Im Januar nächsten Jahres wird Gendicine von SiBiono GeneTech auf den Markt gebracht.

Die Behandlung besteht aus einem Adenovirus, der für das Einfügen des Gens p53 vorgesehen ist. Dieses Gen kodiert ein Protein, das den Zelltod bei unkontrolliertem Wachstum auslöst und verhindert so, dass sie kanzerös werden. SiBiono entschied das neue Verfahren bei Plattenepithelkarzinomen im Kopf- und Nackenbereich zu testen. p53 verfügt bei über 60 Prozent dieser Tumore über Mutationen. Es handelt sich dabei um eine Krebsform, die in China besonders verbreitet ist.

Am größten klinischen Versuch nahmen 120 Patienten mit nasopharyngealem Krebs teil. Sie erhielten entweder nur eine Strahlenbehandlung oder eine Kombination von Gendicine und Strahlenbehandlung. Die p53 tragenden Viren wurden acht Wochen lang wöchentlich direkt in die Tumore injiziert. Die meisten Teilnehmer wurden anschließend mehr als ein Jahr lang beobachtet. Bei 64 Prozent der Patienten führte Gendicine zu einer kompletten Regression der primären Tumore. Dieser Wert war drei Mal so hoch wie bei der Gruppe, die nur eine Bestrahlung erhalten hatte.

Der Chef des Unternehmens Zhaohui Peng hofft, dass das Virus auch bei anderen Krebsarten wirksam ist. Als einzige Nebenwirkung wurde bei rund einem Drittel der Patienten Fieber beobachtet. Nachdem das Virus nicht in das Genom von Zellen integriert wird, sei auch nicht mit Langzeitbeeinträchtigungen zu rechnen. Eine Dosis wird laut Peng 360 Dollar kosten und kann einfach durch jeden Arzt verabreicht werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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