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pte20031027024 Computer/Telekommunikation, Forschung/Technologie
EU-Projekt gegen Computerkriminalität
Sherlock Holmes im Internet

Brüssel (pte024/27.10.2003/16:29) - Das von der EU-Kommission unterstützte "CTOSE-Projekt" hat eine Methodik zur Entwicklung und Sicherung elektronischer Beweisstücke entwickelt. Sie soll Systemverwaltern, IT-Sicherheitspersonal, Polizei und Strafverfolgungsbehörden ermöglichen, bei der Untersuchung von Computerstraftaten "forensische elektronische Werkzeuge" einzusetzen. Durch die Methode können Beweise gesammelt, gesichert und aufbewahrt werden und Unternehmensleitungen, Arbeitsgerichten, Zivil- oder Strafgerichten bei der Aufklärung von Straftaten oder Betrügereien helfen, heißt es in der EU-Meldung. http://europa.eu.int

Verschiedene Werkzeuge unterstützen die Untersuchungsbehörden bei der Verbrechensbekämpfung. Das "Cyber-Crime Advisory Tool" (C*CAT) beinhaltet ein Demonstrationsmodell, das Untersuchungen simulierter Hacker-Angriffe ermöglicht. Ein "juristischer Ratgeber" zeigt, welche rechtlichen Anforderungen erfüllt werden müssen um zulässige und überzeugende Beweise zu erhalten und mit der "XML-Spezifikation" können Beweisstücke "verpackt" und durch ihre Versendung eine sichere Aufbewahrungskette elektronischer Beweismittel geschaffen werden.

"Computerkriminalität versteckt sich hinter unserem Computerbildschirm und in den Drähten der weltweiten Kommunikationsnetze und -dienste", erklärte der Europäische Forschungskommissar Philippe Busquin. "Unternehmen sind ein bevorzugtes Ziel, aber auch Behörden und sogar Einzelpersonen sind angreifbar. Diese von der Kommission entwickelte innovative Methodik wird nicht nur zur Bekämpfung der Computerkriminalität, sondern auch zur Erhöhung des Vertrauens der Nutzer in die Abwicklung sicherer Transaktionen im Alltagsleben beitragen. "

Am CTOSE-Projekt waren die Firmen Alcatel, das britische Unternehmen für Computersicherheit QinetiQ und drei Forschungsinstitute, darunter das Fraunhofer-Institut Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) an der Universität Stuttgart und das GFS-Institut für Schutz und Sicherheit des Bürgers beteiligt. Rund 50 Fachleute aus Europa und den USA arbeiten derzeit an den Plänen zum Ausbau der Ergebnisse und an der Verbreitung der neuen Methodik.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wilhelm Bauer
Tel.: +43/1/81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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