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pte20030905023 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Rheumakranken können Schmerzen erspart bleiben
Qualitäts-Management zahlt sich für Patienten aus

Hannover (pte023/05.09.2003/17:23) - Rheuma-Patienten kann besser geholfen werden, wenn sie von Spezialisten behandelt werden. Das ergibt eine aktuelle Studie, in der Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) http://www.mh-hannover.de mit niedergelassenen Rheumatologen ein neues System zum Qualitätsmanagement bei rheumatoider Arthritis (RA) erprobt haben. Viele Betroffene werden von ihrem Hausarzt viel zu spät zu einem Rheumatologen überwiesen, derzeit befindet sich gerade einmal ein Drittel der Patienten mit RA in rheumatologischer Behandlung. Im Schnitt vergehen 1,6 Jahre, bis der Spezialist erstmals konsultiert wird - wertvolle Zeit, die für die Beeinflussung der Erkrankung verloren ist.

Der Studie zufolge sind rund die Hälfte der Betroffenen während der gesamten Dauer ihrer Krankheit kein einziges Mal beim Spezialisten, obwohl die fachrheumatologische Versorgung erwiesenermaßen zu einer besseren Prognose beiträgt. Bei den Patienten mit RA, die von einem Rheumatologen mitbetreut werden, erhalten rund 90 Prozent eine den Krankheitsverlauf günstig beeinflussende Basistherapie aus einer Kombination von mindestens zwei immunmodulierenden Medikamenten. Bei den ausschließlich vom Hausarzt versorgten Rheumakranken sind es dagegen gerade einmal 40 Prozent.

Für die Studie wurde modellhaft an 285 Patienten ein standardisiertes Dokumentations- und Befragungsinstrumentarium bei jedem Arztbesuch eingesetzt. Dabei wurden in Form von Fragebögen sowohl vom Patienten als auch vom Arzt über 12 Monate hinweg Angaben zur Entzündungsaktivität, Schmerz, Funktionseinschränkung und Lebensqualität erhoben. Die Zwischenauswertung ergab, dass sowohl nach der Einschätzung der Ärzte als auch nach einer Beurteilung der Patienten selbst die Krankheitsaktivität innerhalb eines Jahres um 20 Prozent zurückgegangen ist. Bei dieser Gruppe haben sich auch Schmerzen und der allgemeine Gesundheitszustand deutlich stärker gebessert als in der Kontrollgruppe. In jener hatte sich die Krankheitsaktivität im gleichen Zeitraum durchschnittlich um nur fünf Prozent verringert.

Gleichzeitig mit der Krankheitsaktivität sanken auch die Folgekosten, weil die Patienten am Ende der Studie viel seltener arbeitsunfähig waren. "Daran zeigt sich, wie wichtig es ist, die Versorgung chronisch Rheumakranker grundlegend zu verbessern", betonte Hennig Zeidler, Leiter der Abteilung Rheumatologie der MHH.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Sylvia Goluch
Tel.: +43/1/81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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