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pte20030821012 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Funktion eines Alzheimer-Schlüsselproteins entdeckt
Eiweiß zum Schutz vor UV-Strahlung spielt doppelte Rolle

Bonn (pte012/21.08.2003/12:11) - Deutsche und italienische Wissenschaftler haben die biologische Funktion eines Proteins entdeckt, das mit der Entstehung von Alzheimer in Verbindung gebracht wird. Das Protein spielt auch eine zentrale Rolle bei den lebenswichtigen Schutzmechanismen des Körpers gegen UV-Strahlung, berichtet die Universität von Bonn http://www.uni-bonn.de . Die Forschungsergebnisse werden im September in der Fachzeitschrift FASEB-J. http://www.fasebj.org erscheinen.

In der Hirnrinde von Alzheimer-Erkrankten finden sich regelmäßig große Eiweiß-Aggregate, die auch Alzheimer-Plaques genannt werden. Diese bestehen vorwiegend aus Abeta-Peptid. Die Forscher nehmen an, dass sie die Krankheit auslösen, indem sie die Hirnzellen abtöten. Abeta ist ein Spaltprodukt von APP, einem größeren Vorläufer-Protein, das nicht nur in den Nervenzellen der Hirnrinde, sondern in nahezu allen Zelltypen des Organismus nachgewiesen wurde. Bisher war es ein Rätsel, warum der Körper ein Eiweiß bildet, das eine der schwersten Gehirnerkrankungen auslösen kann. Die Zellbiologen Gregor Kirfel und Volker Herzog haben nach der normalen Funktion von APP gesucht und sich dabei auf ein alternatives Spaltprodukt, das wegen seiner Löslichkeit als sAPP (soluble APP) bezeichnet wird, konzentriert.

Die Forscher haben herausgefunden, dass sowohl APP als auch sAPP eine zentrale Rolle bei den lebenswichtigen Schutzmechanismen des Körpers gegen UV-Strahlung spielen. "Das Abeta-Peptid könnte daher der krankheitsauslösende Rest eines ansonsten lebenswichtigen Eiweißstoffs sein", zeigt sich Herzog überzeugt. "APP hat eben zwei äußerst unterschiedliche Gesichter: Es kann sich einerseits als Ursache einer bedrohlichen Erkrankung erweisen, wenn das Abeta-Peptid freigesetzt wird. Es erfüllt jedoch lebenswichtige Funktionen, wenn es richtig gespalten und sAPP freigesetzt wird. Die Melanocyten haben uns seine physiologische Bedeutung gezeigt", so der Wissenschaftler.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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