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pte20030818022 Umwelt/Energie, Politik/Recht
Dezentrale Stromerzeugung als einzige Zukunftschance
Dispower-Projekt soll Energiekrise beenden und vor Ausfällen schützen

Wien (pte022/18.08.2003/15:05) - Stromausfälle, wie sie im Osten der USA am Wochenende aufgetreten sind, werden nach Aussagen zahlreicher Fachleute immer häufiger vorkommen. Experten kritisieren den immer noch monopolistisch-zentralen Versorgungsmarkt mit Strom. Dieser könne keine Gewährleistung gegen Störungen bieten, darüber hinaus sei der Anteil der erneuerbaren Energien innerhalb dieser Verbünde gering. Das derzeit größte EU-Projekt im Energiebereich, Dispower http://www.dispower.de , fördert die Einbindung neuer Energietechnologien in die bestehenden Stromnetze.

"Die fortschreitende Deregulierung am europäischen Energiemarkt führt zu einer grundlegenden Umwandlung des ehemals monopolistischen Energiesektors hin zu mehr Wettbewerb in den Bereichen Elektrizitätserzeugung, -verteilung und -handel", so Hubert Fechner, Leiter des Geschäftsfelds erneuerbare Energie bei arsenal research http://www.arsenal.ac.at/erneuerbare zu pressetext.austria. "Mit dem freien Zugang zu den Stromversorgungsnetzen wurde der Weg geebnet für eine Vielzahl neuer Unternehmen am Strommarkt, die den schon bestehenden Trend hin zu dezentraler Stromerzeugung und einer verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energieträgern zusätzlich verstärken werden", umreißt der Experte die Situation.

Zahlreiche neue Kleinstkraftwerke wie Biomasse-Kraftwerke, Photovoltaik- und Windkraftanlagen, bald auch Brennstoffzellen, müssen in das Netz der großen Energieerzeuger integriert werden, ohne dabei die Qualität und Sicherheit der Elektrizitätsversorgung zu verschlechtern. Dazu werden neue Technologien eingesetzt. Dispower wurde im Januar 2002 gestartet und läuft noch bis Januar 2006. Fechner geht davon aus, dass diese "Revolutionierung des Stromnetzes" Einsparpotenziale in bisher nicht zu schätzender Größe offenbaren und der technischen Entwicklung einen Schub versetzen könne. 39 europäische Partner aus Forschung, Industrie und Energieversorgung nehmen an diesem Projekt der Europäischen Kommission teil.

"Ein dezentralisierter Markt bietet auch dem Verbraucher mehr Sicherheit", meint Fechner. Wenn die lokale, dezentrale Stromerzeugung forciert wird und die zentralen Netze nur für die Ausgleichsenergie erforderlich werden, könne die Diskussion um die weitere Errichtung von 380-kV-Leitungen entfallen. Die zentrale Versorgung mit elektrischem Strom geht auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Damals wurden zentrale, große Kraftwerke errichtet, die über das Netz nach und nach miteinander verknüpft wurden. Um das Netz nicht zu überlasten und keine Ressourcen zu verschwenden, betreiben Energieerzeuger daher eine detaillierte und mittlerweile sehr präzise Planung des Strombedarfs sowie Grundlagen zur Einspeisung von Strom ins Netz.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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