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pte20030725032 Umwelt/Energie, Auto/Verkehr
Stau-Wochenende mit hohen Ozonwerten
VCÖ fordert Maßnahmen zur Verringerung der Luftschadstoffe

Wien (pte032/25.07.2003/17:32) - Am kommenden Wochenende wird in Österreich und auf den Transitrouten mit Megastaus gerechnet. Grund dafür sind Betriebsferien in vielen Fabriken und Betrieben Deutschlands. Dadurch werden auch die Ozonwerte wieder in die Höhe klettern. 66 Prozent der Stickoxide, einer Vorläufersubstanz des Ozon, werden vom Verkehr verursacht. Der Verkehrsclub Österreich VCÖ http://www.vcoe.at fordert von der Regierung ein Maßnahmenpaket gegen die steigende Schadstoffbelastung.

In den vergangenen Jahren ist die Ozonbelastung in Österreich kontinuierlich gestiegen. "Österreich war früher ein Umweltmusterland, doch diesen Ruf hat die Alpenrepublik vor allem wegen des enormen Verkehrswachstums verloren", so Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut. Nach jüngsten Untersuchungen des VCÖ ist die Luftverschmutzung durch den Verkehr in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. "Der Verkehr verursacht in Österreich bereits zwei Drittel der Stickoxid-Emissionen", erklärt der Experte. Hauptverursacher sind Lkw, da der Stickoxidanteil in Dieselabgasen sehr hoch ist. Pro Tonnenkilometer stoßen Lkws rund 27 Mal mehr Stickoxide in die Luft als die Bahn. Der VCÖ, der seit Jahren den Güterverkehr vermehrt auf die Schiene bringen möchte, fordert eine Verteuerung des Lkw-Verkehrs. "Es ist inakzeptabel, dass Kinder zu Mittag wegen der hohen Ozonbelastung nicht mehr im Freien spielen können", meint Rauh.

Der VCÖ fordert, dass Diesel zumindest gleich hoch wie Benzin besteuert wird. "Derzeit hat
Österreich die niedrigsten Steuern auf Diesel", meint Rauh. Die Folge davon sei der höchste Diesel-Pkw Anteil in der EU. Mit den zusätzlichen Einnahmen sollen am Land die Bus- und Bahnverbindungen ausgebaut werden.

Eine weitere wirksame Maßnahme zur Verringerung der Verkehrsbelastungen ist auch das Mobilitätsmanagement von Betrieben, Gemeinden und Schulen. "Für die meisten Verkehrsprobleme gibt es bereits praxiserprobte Lösungen. Daher wurde der VCÖ-Mobilitätspreis gestartet", führt Rauh aus. Mit dem Mobilitätspreis, der vom VCÖ gemeinsam mit den ÖBB, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und dem Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (bmlfuw) vergeben wird, sollen vorbildhaften Beispiele bekannt gemacht werden und zur Nachahmung anregen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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