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pte20030722012 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
Russische Handy-Betreiber locken mit Gott
Auch erotische Services sollen Kunden anziehen

Moskau (pte012/22.07.2003/10:51) - Drei der größten russischen Mobiltelefon-Betreiber locken Kunden mit Religion und Erotik an. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Dienstag. So haben OAO Mobile TeleSystems http://www.mtsgm.com und OAO Vimpel Communications http://www.beelinegsm.ru ein Service eingerichtet, welches es Nutzern ermöglicht, Informationen über religiöse Feiertage oder über das Leben von Jesus Christus zu erhalten. Auch ein Ratschlag eines Priesters oder eine Nachricht von dem Russisch-Orthodoxen Patriarchen Alexy II sind empfangbar.

Diese Marketingstrategie wird jedoch nicht unkritisch betrachtet. "Viele orthodoxe Christen mögen Mobiltelefone nicht und glauben, diese kämen vom Teufel. Deswegen ist dieser Schritt auch aus der Sicht eines ,normalen' Bürgers schwer zu verstehen", erklärt Evgeny Itsixon, Generaldirektor des russischen Telekom-Marktforschers Sotovik. Das könnte auch das relativ zurückhaltende Vorgehen der Firmen erklären, so das WSJ. "Das religiöse Service ist keineswegs Teil unseres Images, es ist nur eines von vielen Services, die alle Operatoren anbieten", so Andrei Braginsky, PR-Chef von Mobile TeleSystems. "Wir bieten verschiedene Services, von der Taxibestellung bis zum Flirten."

Ein weiterer Anbieter, OAO MegaFon http://www.megafon.ru , bietet Strawberry, ein MMS-Service, das es den Kunden ermöglicht, für vier Dollar pro Monat erotische Fotos auf ihren Handys zu empfangen. Eigenen Angaben zufolge kommen die Kunden für diesen Service in Scharen. "Wir haben uns ursprünglich vorgestellt, dass fünf Prozent aller MegaFon-Kunden Strawberry nutzen, Ende des Jahres dürften es aber bereits sieben oder acht Prozent sein und in der ersten Jahreshälfte 2004 zehn Prozent", freut sich Roman Proklov, Berater der Firma. Das Service ist Proklov zufolge deswegen so beliebt, weil 70 Prozent der MegaFon-Nutzer Männer zwischen 25 und 40 sind.

In Moskau besitzen 54 Prozent der Einwohner ein Mobiltelefon, über 50 Prozent der Internet-User in Russland surfen auf pornographischen Seiten, so der Bericht.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Sylvia Goluch
Tel.: +43/1/81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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