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Mi, 08.02.2012
pte20030716014 Umwelt/Energie, Produkte/Innovationen
Freizeitbad heizt mit Geothermie
3.000 Meter Bohrung als Wärmespeicher - 75 Prozent Energie-Ersparnis
Arnsberg (pte014/16.07.2003/11:30) - Das neu errichtete Freizeitbad in Arnsberg/Nordrhein-Westfalen http://www.arnsberg.de wird die Räumlichkeiten und das Wasser nicht mit herkömmlicher Energie heizen, sondern mit Erdwärme. Das Wasser wird über eine Tiefe-Erdwärmesonde in 3.000 Metern erwärmt. Diese Sonde soll 75 Prozent des Wärmebedarfs des Bades decken. Das bedeutet, dass jährlich rund 2.100.000 kWh nicht konventionell über Gas erzeugt werden müssen. Die Betreiber wissen jetzt schon, dass die Betriebskosten des Bades dadurch massiv sinken. "Man bohrt ein tiefes Loch, schickt kaltes Wasser nach unten, das sich in der Tiefe erhitzt und holt es über dieselbe Bohrung wieder an die Oberfläche, entnimmt die Wärme, schickt sie in das Bad und ausgekühlt geht es für das Wasser dann wieder von vorne los: Es zirkuliert in einem geschlossenen System als Wärmetransporter", berichtet die Geothermische Vereinigung http://www.geothermie.de , die das Projekt betreut. Mehrere Vorteile bringt ein solches Energieversorgungssystem: Einerseits sind die Betreiber nicht mehr von fossilen Brennstoffen abhängig. Andererseits können jährlich 800 Tonnen CO2-Emissionen durch die umweltfreundliche Energiegewinnung verhindert werden. "Gegenüber herkömmlichen Anlagen machen sich geringere Ausgaben für Wartung und Reparaturen ebenfalls positiv bemerkbar", berichten die Betreiber. Die Investitionskosten für die Sonde betragen rund drei Mio Euro. Wegen des Pilotcharakters des Vorhabens gab es 450.000 Euro Zuschuss vom Land Nordrhein-Westfalen. Die Bohrarbeiten werden voraussichtlich im Oktober 2003 beginnen, das Bad soll Anfang 2004 seine Pforten für das Publikum öffnen. Mittlerweile wird in der Gemeinde darüber nachgedacht, auch diese mit geothermischer Energie zu versorgen. (Ende)
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