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Mi, 08.02.2012
pts20030711001 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle
Sportverletzungen richtig kurieren
Aktuelle Leistungsdiagnostik als Grundlage, Kontrolle und Motivation
Zürich (pts001/11.07.2003/07:00) - Am Workshop vom 26. Juni 2003 im Swiss Olympic Medical Center (SOMC) der Schulthess Klinik diskutierten Sportmediziner aus verschiedenen Fachbereichen neuste Forschungsergebnisse und Therapiemethoden. Dabei zeigte sich, dass mit den aktuellen Behandlungsmethoden bei Sportverletzungen oft sehr gute Ergebnisse erreicht werden können. Wichtig ist, dass Sportler ihren Bedürfnissen entsprechend ein optimal angepasstes Behandlungs- und Rehabilitationsprogramm erhalten und insbesondere nicht zu früh wieder ins normale Training entlassen werden. Sportmedizin und Sportrehabilitation gehen heute Hand in Hand. Behandlungverlauf und -erfolg nach Verletzungen durch Unfall oder Überlastung hängen direkt von einem genau geplanten Programm ab. Für Sportler, gleich ob ambitionierter Hobby- oder Profisportler, ist nach einer Verletzung eine möglichst rasche Rückkehr zum normalen Training zentral. Aus sportmedizinischer Sicht muss der richtige Zeitpunkt aber vor allem durch den dokumentierten Erfolg der Rehabilitation bestimmt sein. Als Dokumentation und Motivation für Patienten, Athleten, Mediziner und nicht zuletzt die Kostenträger (wie z.B. die SUVA) werden heute neben den üblichen diagnostischen Untersuchungen speziell standardisierte Leistungstests durchgeführt. Diese Tests wurden durch Swiss Olympic in Magglingen erarbeitet und werden von allen SOMC als Referenzwerte eingesetzt. Da Testdurchführung und Interpretation normiert sind, kann die individuelle Leistungsfähigkeit der Patienten standardisiert und vergleichbar abgebildet werden Die erfassten Daten helfen so bei der Diagnostik, beim Einstellen des Trainings und sind heute als Instrumente der Trainings- und Rehabilitationssteuerung sowie als Erfolgskontrolle unerlässlich. Aktuelle Leistungsdiagnostik: Anwendung in der Praxis Auch darum werden von offizieller Seite her die Anstrengungen zum Vermeiden dieser Verletzungen intensiviert und vertiefende Forschungsprojekte angeregt. So konnten von der "Concussion in Sport Group" aus Experten der FIFA, dem Internationalen Eishockey Verband (IIHF) und dem Olympischen Komitee (IOC) eine gemeinsame Definition gefasst und gezielte Forschung geplant werden. Als "Gehirnerschütterungen" (Englisch concussion) werden das Gehirn betreffende Prozesse nach direkter oder indirekte Krafteinwirkungen bezeichnet. Sie können zu strukturellen Veränderungen der Gehirnsubstanz führen und zeigen in bildgebenden Untersuchungen wie Magnet Resonanz Imaging (MRI) meistens keine speziellen Symptome. Auswirkung und Symptome von Gehirnerschütterungen Die üblichen Symptome einer Gehirnerschütterung sind in erster Linie kognitiver Art: die Betroffenen sind verwirrt und haben z.B. Mühe über den aktuellen Spielstand Auskunft zu geben oder zeigen Anzeichen eines Gedächtnisverlusts. Zusätzliche Symptome können z.B. Kopfschmerzen, Schwindel oder doppelte Sicht sein. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden erste Tests entwickelt, welche durch befragen eine Entscheidhilfe über den Spielfähigkeit geben sollten. Es zeigte sich aber, dass Spieler auch mit ernsthaften Gehirnerschütterungen trotz Gesundheitsgefährdung nicht aus dem Spiel genommen werden wollten und darum die Symptome nicht richtig angaben. Es besteht also ein Bedarf nach nicht täuschbaren Tests, welche zuverlässige Resultate liefern. Da wiederholte Gehirnerschütterungen zu kumulativen Schädigungen führen können, sollten diese durch strengere Ahndung bei Fouls und durch ein "aus dem Spiel nehmen" verletzter Spieler möglichst vermieden werden. Overuse Verletzungen als weitere Hauptkategorie In den USA sind 30 bis 50% aller Sportverletzungen Überlastungsverletzungen der Sehnen, welche vor allem bei repetitiven Belastungen und einer zu kurzen Zeit zwischen Belastung und Erholung der Sehne auftreten. Stressfrakturen von Knochen machen rund 10% aller Overuse Verletzungen aus. Die hauptsächlich betroffenen Knochen sind Schienbein (Tibia), Oberschenkelknochen (Femur), Wadenbein (Fibula), Mittelfussknochen (Metatarsale), Sesambeine und Rippen. Knochen passen sich verändernden Belastungen durch Abbau und Neuanbau an. Eine Dysbalance dieser beiden Prozesse kann zu einem Ungleichgewicht führen und so zu einer Stressfraktur auslösen. Die Diagnose von Overuse Verletzungen erfolgt neben klinischen Methoden (Tasten, Erfassen von Beweglichkeitsdefiziten oder -Auffälligkeiten, Druckschmerzen) bevorzugt mit Hilfe von MRI und Drei-Phasen Skelettszintigraphie. Fallbeispiel und Behandlungsablauf Ärztliche Untersuchung sowie physiotherapeutische und leistungsdiagnostische Befunde (u.a. auf dem Biodex Stability System) zeigten Entzündungen im Knie und ein ausgeprägtes Kraftdefizit zwischen linkem und rechtem Knie. Mit diesen Grundlagen wurden Therapieverlauf und Planung der Regenerations- und Belastungsphasen in drei Phasen aufgebaut. Behandlung in 3 Phasen Phase I Phase II Phase III Nach vier Monaten zeigten abschliessende Leistungstests und eine MRI-Untersuchung eine gute Rehabilitation und die Sportlerin konnte wieder in den normalen Trainingsalltag entlassen werden. Weitere Information für Medienschaffende: (Ende)
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