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pte20030702011 Medizin/Wellness, Produkte/Innovationen
Kraft-Foods: Kleinere Snacks gegen Fettleibigkeit
Angst vor Fettsucht und Furcht vor Klagen

London (pte011/02.07.2003/11:40) - Der größte Lebensmittelhersteller der USA Kraft Foods http://www.kraft.com will mit einer ungewöhnlichen Strategie der zunehmenden Fettleibigkeit der Amerikaner entgegentreten: Die Portionsgröße von Snacks soll einfach verkleinert werden. Grund für die Reaktion war eine Klage auf ein Verkaufsverbot der "Oreo"-Kekse wegen eines Zusatzstoffes, der angeblich gesundheitsschädlich ist, berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk heute, Mittwoch.

Kraft Foods verkauft Marken wie Toblerone, Philadelphia-Streichkäse, Mayonnaise und zahlreiche Snacks und Kekse, die zum Teil nur in den USA angeboten werden. Der Zusatzstoff in den Oreo-Keksen soll nach Angaben der Kläger zur Arterienverengung beitragen, Kraft argumentiert, dass dieser Umstand nicht zutreffe und der Klagegrund damit ohne jegliche Grundlage sei. Kraft reagiert aber auf die steigende Rate an Fettleibigen in den USA mit einer Verkleinerung der Snack-Portionen sowie dem sofortigen Stopp von Marketing-Strategien in Schulen. Die Lebensmittel-Konzerne fürchten, dass sie in ähnliche Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzklagen hineingezogen werden wie die Tabakkonzerne.

Im Kreuzfeuer der Kritik stehen weiterhin die Fastfood-Anbieter wie McDonalds, die einer Klage fettleibiger Kinder entgegensehen. McDonalds reagiert auf die Trendwende in der Ernährung mit der Einführung neuer Produkte, vor allem Salaten, um so der Promotion von gesünderem Essen genüge zu tun. Darüber hinaus werden in den Filialen des Fastfood-Giganten Broschüren über gesunde Ernährung verteilt. Nach heftigen Kritiken an den Getränke-Herstellern Pepsi und Coca-Cola, die mit großzügigen Spenden für Schulen aufwarteten, zugleich aber den Absatz ihrer Getränke in den betreffenden Häusern steigern konnten, haben einige New Yorker Schulen vergangenen Woche beschlossen, in den Kantinen keine zuckerhaltigen Getränke und Fastfood-Snacks mehr zu verkaufen.

Kraft als Lebensmittel-Hersteller will überhaupt neue Wege gehen und erarbeitet neue Richtlinien für gesündere Snacks und Alternativen zu stark zucker- und kalorienhaltigen Nahrungsmitteln, erklärte Unternehmenssprecher Michael Mudd. Zu der Aufklärungskampagne wird auch der genaue Kaloriengehalt einzelner Produkte auf den Verpackungen gehören. "Wenn die Ingredienzien mancher Produkte gewisse Werte überschreiten, werden die Packungsgrößen verkleinert", so Mudd. Über eventuelle Preisänderungen der kleineren Packungen teilte der Konzern nichts mit. Man werde weiterhin konkurrenzfähig anbieten. Kraft will mit der Aktion damit drohende Klagen schon im Vorfeld abwenden. Die Konzernführung von Kraft, der eine Tochter des Tabakriesen Philip Morris ist, kennt die Problematik der Klageflut bereits.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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