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Mo, 13.02.2012
pte20030526032 Handel/Dienstleistungen, Computer/Telekommunikation
Inkjet-Printer als Geldfälscherwerkstatt
Banknoten-Druckerei warnt vor immer mehr "falschen Fuffzigern"
London (pte032/26.05.2003/14:58) - Inkjet-Printer, die billiger sind als 140 Euro, sind laut der britischen Banknoten-Druckerei De la Rue in der Lage, erstklassig gefälschte Banknoten zu produzieren. Die Druckerei warnt vor immer neuen, immer besser hergestelltem Falschgeld, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com . Der anhaltende Kostendruck lässt eine Sicherheits-Software nun zum Traum für die staatlichen Geldhersteller werden. Die Software, die gefälschte Banknoten erkennt, würde verhindern, dass der Drucker diese auch ausdruckt. De La Rue http://www.delarue.com hat gemeinsam mit dem Computerunternehmen Software 2000 http://www.sw2000.com ein solches Programm erarbeitet. Es ist unüblich, dass eine Security-Printing-Anstalt wie de la Rue, die neben Banknoten, auch Reisepässe, Wertpapiere und Briefmarken druckt, sich zu diesem Thema zu Wort meldet, schreibt New Scientist. Doch die großartige Qualität der Inkjet-Drucker, die zu besonders günstigen Preisen angeboten wird, ruft die Druckerei zur Warnung. Die modernen Farbkopierer, die meist mit einer Software ausgestattet sind, die Charakteristika von Banknoten erkennen und danach automatisch den Druckauftrag stornieren, sind nicht mehr das große Problem. Abgesehen davon liegen diese Geräte in einer Preisklasse, die zu hoch ist. Die Druckerei warnt aber vor hochauflösenden Scannern, die bis zu 4.800 dpi und Inkjet-Printern, drucken können. Sehr oft würden diese Geräte sogar gemeinsam mit PCs mitgeliefert. "Diese Billig-Produkte bergen die Gefahr schnell und einfach falsche Geldscheine herstellen zu können", so Mark Cricket, Sicherheitsspezialist bei De La Rue. An der Sicherheitssoftware, die typische Feinheiten von Banknoten erkennt, scheinen die großen Druckerhersteller wie Epson, Hewlett-Packard und Lexmark aber nicht sonderlich interessiert zu sein. De la Rue-Experten sind der Meinung, dass die Druckerhersteller eventuell fürchten, dass die Feinauflösung der Scanner und der Druckaufträge dadurch minimiert werden könnte. "Das könnte der Grund des Desinteresses sein", so Cricket. Seitens der Drucker-Hersteller heißt es im Wissenschaftsmagazin lediglich, dass es derzeit keine Technologie gebe, die das Scannen und Ausdrucken von Falschgeld in irgendeiner Weise verhindern kann. De la Rue ist mit über 6.500 Angestellten in 31 Ländern eine der größten Wertzeichen- und Banknoten-Druckereien der Welt. Mehr als 150 nationale Banken haben bei De la Rue ihre Geldscheine drucken lassen. Darüber hinaus ist die Druckanstalt auch federführend bei der Herstellung von Traveller-Cheques und Vouchers. (Ende)
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