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pte20030418014 Medizin/Wellness
Warnung vor Lachgas als Rauschmittel
User kennen Risiken kaum

London/Auckland (pte014/18.04.2003/11:33) - Lachgas zählt nach Angaben eines Wissenschaftsteams der Universität von Auckland zu den am häufigsten verwendeten Rauschmitteln unter Jugendlichen. In einer im Wissenschaftsmagazin Lancet http://www.thelancet.com veröffentlichten Studie warnen Mediziner aber vor den Folgen der bisher nicht verbotenen Droge. Langzeitschäden nach dem häufigen Inhalieren des Gases sind nach Ansicht der Forscher nicht auszuschließen.

Seit dem 19. Jahrhundert wird Lachgas, Distickstoffoxid, als Narkotikum in der Medizin verwendet. Die Nutzung des Narkotikums als Droge ist ebenfalls schon seit viktorianischer Zeit bekannt. In der Untersuchung an über 1.700 Studenten der Universität Auckland hatten mehr als 50 Prozent der Studenten angegeben, dass sie die Verwendung von Lachgas als Partydroge kennen würden. Rund zwölf Prozent der Studenten hatten bereits Erfahrungen mit dem Inhalieren des Gases, drei Prozent waren regelmäßige Lachgas-User. Die Forscher haben die Zahl unter den Studenten als nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung gewertet, aber dennoch eingeräumt, dass sich Mediziner mit Vergiftungserscheinungen und Folgen aus einem Abusus des Gases auseinander setzen müssten.

Das Gas sei zwar nicht sehr gefährlich, sorge aber bei regelmäßigem Genuss für einen Verlust des Vitamin B-12 sowie für den Ausfall der motorischen Kontrolle und daraus resultierende Verletzungsgefahren. Über die Risiken bei der Inhalation des Gases seien sich die Befragten nicht im Klaren, so der Bericht. Nach Angaben verschiedener Mediziner bewirke die Inhalation des Gases gemeinsam mit dem Alkoholkonsum ein erhöhtes Risiko von Übelkeit und Erbrechen. Bei unsachgemäßer Herstellung des Gases können außerdem giftige Nebenprodukte wie Kohlenmonoxid, Methylnitrat, Ammoniak und Salpetersäure entstehen. Weiters kann es durch die falsche Mischung von Lachgas und Sauerstoff (ab einem Lachgasanteil von über 90 Prozent in der Atemluft) zu Bewusstlosigkeit und sauerstoffmangelbedingten Hirn- und Organschäden kommen. Als langfristige Schäden kann es zu unterschiedlichen Nervenleiden kommen, die sich besonders in Form von Empfindlichkeits- und Bewegungsstörungen in Armen und Beinen zeigen. Distickstoffoxid ist außerdem eines der stärksten Treibhausgase, dessen relatives Treibhauspotenzial mehr als 15.000 Mal höher ist als das von CO2 (bezogen auf das gleiche CO2-Volumen).

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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