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pte20030314040 Medizin/Wellness, Politik/Recht
Britische Forscher: Einmal Viagra die Woche ist zuwenig
Restriktionspolitik auf der Insel verträgt sich nicht mit sexuellen Bedürfnissen
London (pte040/14.03.2003/15:40) - Die Abgabe des Potenzmittels Viagra an britische Männer einmal die Woche ist nicht genug, behaupten Forscher des Imperial College of Science, Technology and Medicine. Männer auf der Insel, im Speziellen jene im Alter zwischen 20 und 44 Jahren, hätten einer landesweiten Umfrage zufolge häufiger Geschlechtsverkehr als sie die Pille beziehen können. Das vom Staat finanzierte National Health Service (NHS) gewährt impotenten Männern die kleine blaue Pille nur einmal die Woche. Die britische Regierung führte nach dem Start in Großbritannien für das vom US-Pharmariesen Pfizer hergestellte Potenzmittel eine Restriktionspolitik ein. Man befürchtete, dass die Kosten bei einer Verfügbarkeit nach Bedarf ansteigen könnten. Rezeptfrei sollten es nur mehr Männer, die etwa an Prostatakrebs, Multipler Sklerose und anderen schweren Erkrankungen leiden, erhalten. Pfizer wollte gerichtlich eine weitreichende Verfügbarkeit erzwingen, war aber erfolglos. In einem im Fachblatt British Medical Journal publizierten"Letter" http://bmj.com/cgi/content/full/326/7389/598 fordern Adrian Cook, Forscher am Imperial College of Science, Technology and Medicine, und seine Kollegen die Regierung auf, die restriktive Politik zu überdenken. Am "schlimmsten" treffe die Politik Männer ab 40. Die Untersuchung an Männern in der Altersgruppe 40 bis 59 Jahren zeigte, dass die Empfehlung der Regierung mit 44 Prozent der sexuellen Bedürfnisse der Männer nicht übereinstimmt. In der Gruppe 40 bis 44 Jahre wurde bei 55 Prozent dem Bedarf nicht Rechnung getragen. Insgesamt wurden 4.624 Männer in Großbritannien befragt. Die Forscher fordern daher eine Abgabe von Viagra, die auf das Alter und das Sexualverhalten der Männer besser abgestimmt ist. In Großbritannien sind etwa 2,3 Mio. Männer impotent. Laut der britischen Impotenz-Vereinigung erhalten aber nur zehn Prozent eine Behandlung. Patienten, die für Viagra durch das NHS nicht qualifiziert sind, können das Potenzmittel über Privatärzte beziehen. (Ende)
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