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So, 12.02.2012
pte20021105055 Umwelt/Energie, Politik/Recht
Zehn-Mio.-Euro- Hilfsappell zur Meningitis-Bekämpfung
WHO, Ärzte ohne Grenzen, UNICEF und IFRC: Ohne Geld keine Impfstoffe
Genf (pte055/05.11.2002/17:29) - Der nächste Meningitis-Ausbruch in Afrika könnte in den kommenden zwei Monate bevorstehen. Werden nicht umgehend Geldmittel aufgebracht, werden Impfstoffe und Medikamente zur Prävention und Epidemie-Kontrolle nicht zur Verfügung stehen. Das Internationale Rote Kreuz (IFRC) http://www.ifrc.org , Ärzte ohne Grenzen (Medicins sans frontieres) http://www.msf.org , UNICEF www.unicef.org und die WHO http://www.who.int haben sich heute, Dienstag, mit einem Zehn-Mio.-Euro-Hilfsappell an die Öffentlichkeit gewandt. Mit zehn Mio. Euro sollen Medikamente- und Impfstoff-Lager augestockt werden. Meningitis ist eine tödliche Erkrankung mit der größten Auswirkung auf Kinder. Fieber, Übelkeit und Kopfschmerzen können rasch schwerwiegende neurologische Schäden verursachen und letztendlich zum Koma bzw. Tod führen. Unbehandelt stirbt die Hälfte der Infizierten. Selbst bei einer Behandlung überleben zehn Prozent die Erkrankung nicht. Jene, die überleben müssen mit geistigen Schäden und Taubheit rechnen. Im afrikanischen "Meningitis-Gürtel" zwischen Äthiopien im Osten und dem Senegal im Westen kommt es jedes Jahr zu einem Meningitis-Ausbruch. Alleine 2002 gab es mindestens 33.000 Meningitis-Fälle und 2.500 Todesfälle. In diesem Jahr tauchte allerdings ein neues Phänomen auf, das eine zusätzliche Herausforderung im Umgang mit einem Meningitis-Ausbruch mit sich bringt. Ein Meningokokken-Stamm namens W135, der bislang nur für sporadische Fälle in Afrika verantwortlich war, galt bei einem Ausbruch in Burkina Faso als hauptsächliche Ursache. Zwischen Februar und Juni 2002 infizierten sich 12.000 Menschen, von denen 1.500 verstarben. Derzeit existiert nur ein tetravalenter Impstoff gegen W135. Dieser wird größtenteils für den Verkauf in reichen Ländern produziert. Der Impfstoff-Preis liegt zwischen vier und 50 Dollar und ist vom Verkaufsort abhängig. Laut Angaben der WHO sind Gespräche mit Produzenten weit fortgeschritten und eine Lösung soll in greifbarer Nähe sein. Dann soll der W135-Impfstoff für betroffene Länder in Afrika für einen Dollar pro Dosis zur Verfügung stehen. (Ende)
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