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Sa, 11.02.2012
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pte20021023038 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie
Stopp für Studie zur Hormonersatztherapie
WISDOM-Versuch endet wegen minimaler Gesundheitsrisiken 2002 statt 2012

London (pte038/23.10.2002/15:43) - Eine britische Forschung über die Wirkung einer Hormonersatztherapie an Gesunden musste beendet werden. Grund: Bereits in früheren Versuchen wurde eine Verbindung der Therapie mit einer minimalen Erhöhung von Herzerkrankungen festgestellt. Der Medizinische Forschungsbeirat (MRC) http://www.mrc.ac.uk erklärte, dass die Fortsetzung des Projekts über die nächsten zehn Jahre eine Zeitverschwendung sei. Für die 5.000 bislang rekrutierten Teilnehmerinnen der jüngsten Studie bestehe kein Gesundheitsrisiko, berichtet die BBC heute, Mittwoch http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/2353189.stm .

Der WISDOM-Versuch, finanziert vom MRC, diente der Feststellung, ob eine Hormonersatztherapie die Möglichkeit, Krankheiten wie Brustkrebs, Osteoporose und Demenz bzw. Herzstörungen zu entwickeln, senkt oder erhöht. Getestet wurde Östrogen in Kombination mit Progesteron und Östrogen alleine. Die Versuche starteten 1999 und hätten erst 2012 beendet werden sollen. Insgesamt16.000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren sollten regelmäßigen Gesundheitschecks unterzogen werden, um die Auswirkungen der Hormonersatztherapie zu überprüfen. Die Forscher gingen davon aus, dass eine Hormonersatztherapie eventuell das Herzerkrankungsrisiko langfristig senken könnte. Dies daher, da die Therapie Hormone enthält, die vor der Menopause Frauen vor Herzerkrankungen schützen.

Im Juli dieses Jahres wurden auch in den USA ähnliche Versuche zur Hormonersatztherapie abgebrochen (pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020709045 ). Es kam unter den Teilnehmerinnen zu einem geringfügigen Anstieg an Herzerkrankungs-Fällen. Die Organisatoren entschlossen sich aus ethischen Gründen zum Abbruch der Studie. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Herz von der Hormonersatztherapie nicht profitiere, erschien äußerst plausibel.

Durch den Abbruch der britischen Studie ist ein weiterer Versuch, die Langzeitwirkung einer Hormonersatztherapie zu erforschen, gescheitert. Noch immer stehen Sicherheitsstudien über den Effekt jedweder Form der Therapie aus.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Sandra Standhartinger
Tel.: +43-1-81140-313
E-Mail:
pressetext.austria
   
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