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Do, 09.02.2012
pte20001012016 Medien/Kommunikation
Online-Nutzer sind auch fleißige Zeitungsleser
Prognostiziertes Aus für Printmedien kann nicht bestätigt werden
Berlin (pte016/12.10.2000/11:26) - Das Internet bedeutet noch lange nicht das Aus für die Zeitung, Online-Nützer sind gleichzeitig fleißige Zeitungsleser. Dies ergab eine Untersuchung des Forschungsinstituts Emnid http://www.emnid.de , die im Auftrag des BDZV (Bundesverband deutscher Zeitungsverleger) durchgeführt wurde. http://www.bdzv.de/pressem/pressemit/pm_aktuell.htm Trotz eines leichten Auflagenrückgangs habe sich die bundesweite Reichweite mit 78 Prozent auf hohem Niveau behauptet. Mit 30,5 Mio. Exemplaren seien im zweiten Quartal allerdings um 1,1 Prozent weniger Zeitungen verkauft worden als im Vorjahr. Print und Online-Ausgaben der jeweiligen Medien seien auf sinnvolle Weise miteinander veknüpft und stellten eine gegenseitige Ergänzung dar, so die Studie. Die Zugriffszahlen der Online-Angebote hätten sich innerhalb eines Jahres verdoppelt, ohne dass die Printausgaben darunter gelitten hätten. Auch Werbemöglichkeiten könnten durch eine Koppelung effektiver genutzt werden. Das Werbevolumen im Online-Bereich sei zwar noch relativ gering, doch ebenfalls im Wachstum begriffen: 1998 wurden rund 50 Mio. DM an Online-Werbung in Deutschland umgesetzt, in diesem Jahr erwartet die BDZV einen diesbezüglichen Erlös von über 200 Mio. DM. Der wichtigste Sektor der Zeitungswirtschaft, der Anzeigenmarkt, habe sich positiv entwickelt: Im ersten Halbjahr 2000 seien um 6,6 Prozent mehr Anzeigen geschaltet worden als im Vorjahr. Sorge macht dem BDZV die Lage des Anzeigenmarktes in Ostdeutschland: Dem Anzeigenplus im Westen Deutschlands von 7,2 Prozent steht in den neuen Bundesländern ein Plus von nur 1,3 Prozent gegenüber. (Ende)
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