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Mi, 08.02.2012
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pte20000511010 Politik/Recht, Kultur/Lifestyle
Napster sperrt 300.000 Accounts
Betroffene User werden auf Copyrightseite verwiesen

San Mateo (pte010/11.05.2000/10:36) - Das MP3-Netzwerk Napster hat auf die Forderung der Rockband Metallica reagiert und 317.337 registrierte Benutzer ausgeschlossen. Napster betont, dass man mit diesem Schritt exakt nach den eigenen Geschäftsbedingungen und im Einklang mit dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) handle. Wenn sich Benutzern zu Unrecht ausgesperrt fühlen, können sie mit einer eidesstattlichen Erklärung die Wiederaufnahme erreichen. http://www.napster.com/

Betroffen von der Sperrung sind die Accounts, die in der von Metallica übergebenen Liste genannt worden waren. http://www.metallica.com/ Vor einer Woche hatte der Drummer der Heavy-Metal-Band, Lars Ulrich, Napster die Namen und IP-Adressen der User übergeben, denen die Band vorwirft, ihre Urheberrechte missbraucht zu haben.

Laut Napster werden alle vom Metallica-Bann betoffenen User auf eine Seite mit Informationen über die Copyright-Verletzung umgeleitet. Auf dieser Seite befinde sich auch die Möglichkeit, eine Erklärung abzugeben. Wenn Metallica auf das Recht verzichte, innerhalb zehn Tagen gegen den betreffenden Benutzer rechtliche Schritte einzuleiten, könne der Bann aufgehoben werden.

Anwender des MP3-Players sind automatisch Teil einer MP3-Community: Napster legt auf dem lokalen System ein Verzeichnis mit freizugebenden Musikstücken an, auf die auch andere Napster-Anwendern zugreifen können. Nach der Eingabe von Informationen wie Computername und Verbindungstyp wird eine Verbindung zum Napster-Server hergestellt. Dann stehen den Usern auch die Songs ihrer Kollegen zur Verfügung.

Die Recording Industry Association of America http://www.riaa.com (RIAA) sowie Musiker werfen Napster vor, für das Verteilen von Raubkopien im Internet verantwortlich zu sein. Die Napster-Software erlaubt es Internet-Anwendern, dezentral auf Hunderttausende von MP3-Musikfiles anderer User zuzugreifen, von denen allerdings viele Copyrights unterliegen und damit Raubkopien sind. Napster wehrt sich gegen die Klage mit der Begründung, dass man schließlich nur die technischen Voraussetzungen für einen Austausch von Dateien schafft und somit Musikern die Gelegenheit gibt, ihre Dateien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (zdnet/gamechannel/tecChannel.de)

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: ht
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