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pte080325015 Forschung/Technologie, Bauen/Wohnen |
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Geotechniker stellen Tricks des unterirdischen Bauens vor
Neue Projekte stellen Wissenschaftler vor neue Herausforderungen
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| U-Bahn-Tunnel stellen immer neue Herausforderungen dar (Foto: Pixelio, pgm) |
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Graz
(pte/25.03.2008/12:25) -
Im Rahmen des 23. Christian-Veder-Kolloquiums in Graz http://www.cvk.tugraz.at/cvk diskutieren rund 400 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zum Stand der Technik bei unterirdischen Baumaßnahmen. Der Raum in Großstädten wird immer enger, deshalb sind Geotechniker gefragt, dazu beizutragen, dass Bauvorhaben im Untergrund sicher ablaufen und das städtische Leben nicht stören. "Verbesserungen der Infrastruktur in dicht bebauten Gebieten stellen für die Geotechnik besonders große Herausforderungen dar. Insbesondere unterirdische Bauwerke wie Unterführungen oder U-Bahnstationen können bestehende Gebäude gefährden", so Helmut Schweiger vom Institut für Bodenmechanik und Grundbau der Technischen Universität Graz im Gespräch mit pressetext.
Gemeinsam mit seinen Kollegen der geotechnischen Institute in Graz organisiert Schweiger die Tagung, die sich mit besonderen Maßnahmen bei innerstädtischen Infrastrukturprojekten beschäftigt. Eines der vorgestellten Projekte ist die Überbauung des Bahnhofs Wien-Mitte. "Hier kommt das Düsenstrahlverfahren zum Einsatz", so Schweiger. "Der Boden in einem Bohrloch wird mit einem Hochdruckstrahl aufgeschnitten und gleichzeitig wird Zementsuspension eingebracht. Dabei entstehen Betonsäulen, die ein Gebäude tragen können."
Beim Bau des City-Tunnels in Leipzig komme ein anderes Verfahren zum Einsatz, so Schweiger. "Beim Vereisen wird das Wasser in den Poren des Bodens gefroren. Zunächst bilden sich Frostzylinder, dann wächst eine Eiswand, die schließlich einen festen Körper bildet, die die Stabilität im
Bauzustand gewährleistet." Dass das Eis danach wieder taut beziehungsweise aufgetaut wird, stelle kein Problem dar. "Die größte Schwierigkeit liegt in der Zeit während des Bauens. Danach sichern Betonauskleidungen die Stabilität", erklärt Schweiger.
Die Verfahren gäbe es zwar schon seit Jahren, neue Projekt stellten die Wissenschaft jedoch immer wieder vor neue Herausforderungen. "Die Technik wird ständig verbessert", so Schweiger. Das bedeute jedoch nicht, dass ältere Gebäude deshalb unsicher seien. "Heute wird allerdings viel näher an Bauwerke herangebaut. Die verbesserten Verfahren sind notwendig um zu gewährleisten, dass an bestehenden Gebäuden kein Schaden entsteht", so der Geotechniker abschließend.
(Ende)
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